Untersteinach

Kleinkunst-Preis: Ein Sachse triumphiert

Der Sachse Thorsten Hitschfel hat es geschafft: Hitschfel hat mit einem Vorsprung von sechs Stimmen den Kleinkunst-Preis des Kulmbacher Kleinkunst-Brettla (KKB) gewonnen.
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Schon in der Vorrunde begeisterte der Sachse , der sich gegen den Kölner Markus Wolff durchsetzte, mit seinem Mix aus Musik-Parodien, Kabarett, politischem Kabarett und purem Spaß. Als Sieger des zweiten Kleinkunst-Brettla darf er nicht nur das schmucke Brettla und den goldenen Pokal mit nach Hause nehmen, sondern auch noch ein Preisgeld in Höhe von 1300 Euro.


Sechs Stimmen Vorsprung

Mit sechs Stimmen Vorsprung fiel die Entscheidung ziemlich knapp aus. Hitschfel und der zweitplatzierte Manuel Wolff waren in Top-Form. "Es war wirklich schwer, eine Entscheidung zu treffen", sagte Birgit Reichardt vom Sponsor Kulmbacher Brauerei. Wie sie mitteilte, wird es nicht das letzte Brettla gewesen sein. Das freute auch Manni Spindler vom KKB, ist das Event doch inzwischen ein Publikumsmagnet.

Thorsten Hitschfel präsentierte in seinem etwas längeren Final-Programm einige Teile aus der Vorrunde.
Doch auch beim zweiten Mal lachte sich das Publikum krumm. Vor allem der Mix zwischen Musik-Kabarett und "normalem" Kabarett gefiel den Besuchern. Der Sachse hatte so manchen Seitenhieb auf die Politik parat, konnte aber auch einfach mit seinen zeitlosen Gags überzeugen. Wenn er seinen Spruch "Ich wohn' ja noch bei meiner Mutter" zum Besten gab, blieb kein Auge trocken.


Mit "Floyd"

Doch die meisten Pluspunkte sammelte Hitschfel sicherlich dadurch, dass er zu seiner vormals roten, jetzt pinkfarbenen Gitarre namens "Floyd" griff: Die Musikparodien überraschten und waren unglaublich pointiert und professionell. In seinem Programm ging es um die Bildung und die Jugend, aber auch um richtiges und falsches "Margedding": "Gut und günstig" sei positives "Margedding". "Scheiße und teuer" würde wohl nicht funktionierten, unkte er. Es sei ein Fehler der Politik gewesen, zu sagen, dass die Leute heute alle älter werden. "Die Leute machen das doch", sagte er. Einen absoluten Höhepunkt lieferte Hitschfel mit seiner Zeitreise durch die Musik-Welt und mit einer Parodie auf das Einkaufsverhalten der Menschen.

Einen wirklich starken Auftritt legte auch Manuel Wolff aus Köln hin. Er konzentrierte sich auf Musik-Kabarett der höchsten Güte und auf Stand-up-Comedy.


Der Eurovision-Song-Contest

Wolff nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt der Musik und legte beachtliches Können in seinem anspruchsvollen Programm an den Tag. Und am Ende inszenierte er sogar einen Eurovision-Song Contest, indem er spontane Songs kreierte im Raggae-Style, im Polkatakt, als Death Metal-Rock, als französischen Schlager oder als Jodler. Yvonne aus dem Publikum durfte mit auf die Bühne. Trotzdem fehlten am Ende ein paar Stimmen.
"Es war eine sehr knappe Entscheidung. Wir dachten zunächst schon, dass es Gleichstand geben würde" verriet Manni Spindler vom KKB. Doch offenbar fand das Untersteinacher Publikum den Mix von Hitschfel einfach um eine Nuance unterhaltsamer. Leer geht Wolff natürlich nicht aus. Der Finalist durfte sich immerhin über 700 Euro freuen.
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