Wegen vorsätzlicher Körperverletzung muss der Maler und Lackierer 70 Tagessätze zu je 40 Euro abdrücken.
Und dabei durfte sich der junge Mann noch über die Milde von Richterin Sieglinde Tettmann freuen. Die nämlich verdonnerte den 23-Jährigen nicht wegen der angeklagten gefährlichen Körperverletzung, sondern nur wegen Vorsatz.

Wie es überhaupt bei einer Kirchweihveranstaltung im August vergangenen Jahres zu der Tat gekommen ist, blieb in der Hauptverhandlung vor dem Kulmbacher Amtsgericht unklar. Nur so viel ist klar: Das spätere Opfer hat sich offenbar durch eine Menschenmenge gezwängt, wurde wenig später von dem 23-Jährigen "angemacht" und wie aus heiterem Himmel mit einem Kopfstoß fast zu Fall gebracht.

Ob der 19-Jährige andere Gäste oder den Angeklagten ungewollt geschubst hat, sodass Getränke ausgeschüttet wurden, blieb unklar. Verteidiger Stefan Walder aus Kronach hatte das zumindest in den Raum gestellt. Das Opfer schloss es nicht aus.

Der Angeklagte konnte sich an gar nichts mehr erinnern, so betrunken sei er gewesen. Erst als er am Taxi zur Heimfahrt stand, habe er von seiner Tat erfahren - durch einen Security-Mitarbeiter.

Mehr zu dem Thema findet sich in der Freitagsausgabe der Bayerischen Rundschau.