Neudrossenfeld
Betreuung

Kinder beziehen ein neues "Nest"

Die "Eichhörnchen" des Kindergartens Haselbusch in Neudrossenfeld haben ein neues Zuhause. Die schmucken Räumlichkeiten bieten den Jungen und Mädchen ein Nest zum Wohlfühlen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die neue Bewegungslandschaft wurde auch von den Kindern ausgiebig und neugierig in Augenschein genommen. Fotos: Dieter Hübner
Die neue Bewegungslandschaft wurde auch von den Kindern ausgiebig und neugierig in Augenschein genommen. Fotos: Dieter Hübner
+4 Bilder
Pfarrer Johannes Feldhäuser wollte "seine" KiTa nicht als einen reinen Dienstleistungsbetrieb sehen, in dem Kinder nur aufbewahrt oder gar durchgeschleust werden. "Es soll ein Ort sein, an dem Kinder im Umgang mit anderen ein Stück weit geprägt werden und Wesentliches für ihr späteres Leben und ihren Glauben mitnehmen."
Nach einem Appell an die Erwachsenen, ihre Familienplanung zu überdenken, damit das Gebäude auch immer ordentlich gefüllt ist, stellte der Hausherr die neugestalteten Räume unter den Schutz Gottes.
Architekt Karl-Heinz Greim dokumentierte als Nachbar seine enge Beziehung zu dem Gebäude, das einst etwas abfällig als Pferdestall tituliert worden sei.
"Heute stelle ich fest: Der ‚Pferdestall‘ kann sich durchaus sehen lassen." Er habe unter Einhaltung des Kostenrahmens versucht, den Krippenkindern "ein Nest zu bauen".
Er freue sich, nach einem langen Weg, ausgehend von der energetischen Sanierung 2010, eine zusätzliche Krippen-Gruppe eröffnen zu können, betonte Bürgermeister Harald Hübner (CSU). "Was die Kinderbetreuung anbelangt, ist Neudrossenfeld vorbildlich im Landkreis."
Alle Ehrengäste hielten sich an "kindgerechte" kurze Grußworte. Landtagsvizepräsident Peter Meyer (FW) meinte, dass Kinderbetreuung sicher nicht die billigste, aber eine der schönsten Pflichtaufgaben einer Gemeinde sei. Stellvertretende Landrätin Christina Flauder (SPD) sprach von einem "Nest, in dem sich die Kinder wohlfühlen können."
Einrichtungsleiterin Waltraud Koch wies darauf hin, dass der Umbau ab Juli 2013 bei laufendem Betrieb erfolgt sei, denn bereits ab September seien alle zwölf Krippenplätze belegt gewesen. "Deshalb möchte ich mich bei den flexiblen Handwerkern bedanken, die ihre Arbeiten nach den Schlafenszeiten der Kleinen richten mussten." Sie bezifferte die Gesamtkosten samt Außenanlagen auf 200 000 Euro. Aus dem Krippenprogramm des Bundes seien Mittel in Höhe von 144 000 Euro geflossen. Den Rest finanzierten Gemeinde, Kirchengemeinde und Landeskirche.
Dann nahmen die Kinder das Gelände in Beschlag und feierten ausgelassen ihr Sommerfest. Lilia (3 Jahre) fand im Sandkasten eine Schatztüte und freute sich nach dem Auspacken über Smaragde, Edelsteine und Rubine. Jette (6) gelang am Glücksrad einen Haupttreffer. Sie gewann ein 200-teiliges Puzzle. Luna (2), seit September in der Krippe, und ihre ältere Schwester Lotta (4), die bereits in der Bärengruppe ist, versuchten ihr Glück beim Angelspiel. Während die Jungs eher einige Runden auf dem Dreirad-Parcours drehten, wetteiferten die Mädchen, wer die größte Seifenblase zustande bringt. Tamina, die am gestrigen Montag zwei Jahre alt wurde, benötigte unterdessen eine Pause und suchte sich in der Schlafhöhle einen Kuschelplatz.
Bürgermeister a. D. Dieter Schaar bezeichnete die Entwicklung der Kinderzahlen als Grund für die Umgestaltung der Räume. "Als 2012 die Anmeldungen für das nächste Jahr eingingen, merkten wir, dass sich die Nachfrage vom Kindergarten- zum Krippenkind ändert. Darauf mussten wir reagieren."
Der Mehrzweckraum wurde in einen Waschraum, einen Schlafraum mit Höhlen und eine große Bewegungslandschaft umgewandelt. Vorgabe dafür war, keine massiven Holzeinbauten vorzunehmen. "Deshalb haben wir zwei Blöcke mit einer Brücke zum Klettern und Rutschen gestaltet. Die vielen Schlupflöcher lassen das Ganze eher filigran wirken", so Greim.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren