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Kasendorf
Gemeinderat

Kasendorf muss Etat nachbessern

Ersatzbeschaffungen der Feuerwehr Kasendorf sprengen den bereits vom Landratsamt genehmigten Haushalt. Der Zaun des Tennisclubs sorgt für Diskussionen.
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Der Kasendorfer Kommandant Heinz Hübner kann sich über grünes Licht für die Ersatzbeschaffungen freuen. Die Summe dafür hatte den Haushaltsansatz gesprengt - im Haushalt mussten 30 000 Euro nachgeschoben werden. Foto: Sonny Adam
Der Kasendorfer Kommandant Heinz Hübner kann sich über grünes Licht für die Ersatzbeschaffungen freuen. Die Summe dafür hatte den Haushaltsansatz gesprengt - im Haushalt mussten 30 000 Euro nachgeschoben werden. Foto: Sonny Adam
Die Freiwillige Feuerwehr Kasendorf hat den Haushalt einen Tag nach seiner offiziellen Genehmigung durch das Landratsamt gesprengt. Denn für Ersatzbeschaffungen in diesem Jahr sollen 21 528 Euro ausgegeben werden. Im Haushalt allerdings sind gerade einmal 7000 Euro veranschlagt. "Große Posten sind Hebekissen - da kostet ein Hebekissen 3500 Euro netto. Und außerdem sollen neun Hosen und Überjacken für Atemschutzträger neu beschafft werden. So ein Anzug kostet rund 1000 Euro", erklärte Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU) den Sachverhalt.

Steinhäuser rechnet zudem mit Neuanschaffungen der Feuerwehr Azendorf. Die Feuerwehr braucht ein neues Prüfgerät und neue Funkgeräte. "Wir müssen die Haushaltsmittel verstärken", bat der Bürgermeister. Und die Marktgemeinderäte zogen einhellig mit.
Im Haushalt werden noch weitere 30 000 Euro für Ersatzbeschaffungen der Feuerwehr frei gemacht. Finanziert werden soll diese stattliche Summe aus Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer.

Der Tennisclub Kasendorf hat sein Vereinsgelände neu umzäunt. Die Maßnahme ist bereits ausgeführt worden, teilte der Tennisclub mit. Man wollte mit den Bauarbeiten vor Beginn der Tennissaison fertig sein. Eine Rechnung allerdings liegt noch nicht vor, stattdessen soll der Zaunbau rund 6000 Euro kosten. Dies bestätigte ein Kostenvoranschlag, den der Tennisclub an den Markt übersandt hatte.

Der Markt Kasendorf hat vor kurzem einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass solche Maßnahmen mit einem Anteil von zwanzig Prozent gefördert werden können. Der Maximalbetrag beträgt 5000 Euro.

Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU) schlug vor, aufgrund des Kostenvoranschlages schon einmal eine Förderung von zwanzig Prozent - also in Höhe von maximal 1200 Euro zu beschließen. Sobald die Rechnung vorgelegt werde, könne die Verwaltung dann die Förderung ausbezahlen.

Doch mit diesem Ansinnen war Rainer Macht (CSU) nicht einverstanden. Macht stellte den Antrag auf Vertagung. Denn in dem Grundsatzbeschluss hatte der Markt Kasendorf eben klar festgelegt, dass man erst nach Vorlage der Rechnung über die Höhe der Förderung entscheiden wird. Und die Rechnung liegt eben noch nicht vor.


Tennisclub bekommt 20 Prozent

"Aber da kommt doch auch nichts anderes raus", wandte Hans Lauer (CSU) ein. "Es ist doch eine Möglichkeit, sofort zu entscheiden. Wir lassen uns die Rechnung vorlegen, dann wird das Geld ausgezahlt", zeigte sich auch Norbert Groß (CSU) einverstanden mit dem Vorschlag des Bürgermeisters.

"Ich finde es auch nicht schlecht, wenn wir aufgrund des Kostenvoranschlages schon reagieren können. Das könnte vielleicht auch mal wichtig für einen Verein sein - und die Rechnung fordern wir natürlich an", kommentierte Jörg Hargens (FW).

Der Antrag, auf eine Vertagung des Zuschusses, den Rainer Macht (CSU) gestellt hatte, wurde letztlich abgeschmettert. Die Räte entschieden - mit den Gegenstimmen von Rainer Macht (CSU) und Roland Hübner (CSU), dass der Verein - sobald er die Rechnung vorlegt - einen Zuschuss in Höhe von zwanzig Prozent bis zu einer Summe von maximal 1200 Euro bekommen wird.


Schuldenstand verringert

Keine Beanstandungen gab es in puncto Jahresrechnung. Die Gemeinde verfügt noch über sogenannte Verwahrgelder - also über Rücklagen - in Höhe von 3,645 Millionen Euro, legte Rechnungsprüfer Jörg Hargens offen. Im vergangenen Jahr waren dies noch über vier Millionen Euro.

Der Schuldenstand habe sich von 517 000 auf rund 486 000 Euro verringert. Insgesamt hatte der Markt Kasendorf einen Haushalt von 6,824 Millionen Euro. "Es gab keine Unstimmigkeiten. Bei Überschreitungen hatte der Gemeinderat diese Überschreitungen legitimiert", so Hargens. Auch in Zukunft müsse es keine Erhöhung der Ansätze geben, riet Hargens und die Räte nahmen die Vorlage der Jahresrechnung zur Kenntnis.


Gemeinderat in Kürze

Bauangelegenheiten Genehmigt wurden folgende Bauanträge: Hannelore Teupser, Heubsch (Teilabbruch einer Scheune), Ehepaar Reuther, Kasendorf (Errichtung einer zusätzlichen Doppelgarage), Ulli und Simone Köttler, Heubsch (Erweiterung des Dachgeschosses mit Verbindung zwischen Garage und Wohnhaus),
Carmen und Volker Dütthorn, Heubsch (Anbau eines Wintergartens an das bestehende Wohnhaus).

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