Laden...
Kulmbach
Burggeflüster

"Kalter Hund" - ein heißes Thema

Was drauf steht, muss drin sein. Klingt logisch, oder? Ist aber nicht immer so einfach.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Blutorangen ist kein Blut - ebensowenig wie Hunde im Kekskuchen "Kalter Hund".  Foto: pixabay
In Blutorangen ist kein Blut - ebensowenig wie Hunde im Kekskuchen "Kalter Hund". Foto: pixabay
Jetzt ist es amtlich: Nur was aus dem Euter von Kuh, Schaf oder Ziege kommt, darf sich Milch, Käse oder Butter nennen. "Tofubutter" - das geht nicht! Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden (siehe auch Artikel "Pflanzenkäse darf nicht Käse heißen" und Rubrik "Am Rande" auf Seite 1).
War ja klar, denn: Der Verbraucher an sich ist doof und muss vor seiner eigenen Dummheit geschützt werden. Wenn also auf der Packung zusätzlich noch steht: Brotaufstrich aus rein pflanzlichen Zutaten - dann schnallt der das nicht. Und hält das Zeug für gute Butter.
Ich persönlich find's prima, dass man uns das selbstständige Denken wieder ein Stück weit abgenommen hat. Allerdings geht mir die Sache nicht weit genug. Es gibt schließlich noch mehr Produkte - essbar und nicht essbar -, die geeignet sind, uns beschränkte Verbraucher in die Irre zu führen.
Was ist denn mit Blutorangen? Blut ist da keines drin. Bauernfrühstück? Fleischtomate? Kalter Hund? Alles Täuschung. Gar nicht zu denken an Babyöl, Pferdesalbe oder Kinderschokolade. Auch da ist nicht drin, was draufsteht.
Liebe EU-Bürokraten, ich glaube, Ihr habt hier noch eine Menge Arbeit vor Euch!
Keine Probleme sollte Euch hingegen das Zigeunerschnitzel machen. Das ist längst sowas von out - weil politisch nicht korrekt. So, wie auch der Negerkuss, der nur noch "Schaumkuss" heißen darf. Obwohl das, was da drin ist, ein widerlich-pappsüßes Irgendwas ist. Nur kein Schaum. Merken Sie's? Lug und Trug. Überall.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren