Marktleugast
Klosterspitzen-Festival

Kabarett und Musik im Wechsel

Das Klosterspitzen-Festival lockte 500 Besucher nach Marienweiher. Ihnen wurde ein buntes Programm geboten. Die "Braumusik" aus Regnitzlosau trat ebenso auf wie der Bürgermeister-Chor. Auch Pater Adrian bekam viel Applaus.
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Der Auftritt der "Brauhausmusi" aus Regnitzlosau war ein Höhepunkt. Fotos: Werner Reißaus
Der Auftritt der "Brauhausmusi" aus Regnitzlosau war ein Höhepunkt. Fotos: Werner Reißaus
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Das 6. Klosterspitzen-Festival fand traditionsgemäß am Kirchenfest "Maria Himmelfahrt" statt und in diesem Jahr erstmals auf dem freien Platz vor dem Wallfahrerhaus. Wie immer wechselten sich Kabarett und Musik in bunter Reihenfolge ab, so dass die knapp 500 Besucher ein kurzweiliges Programm zu sehen und zu hören bekamen. Herrlicher Sonnenschein begleitete das Festival bis in die früheren Abendstunden - Regen setzte erst kurz vor Mitternacht ein.

Für den in Urlaub weilenden Pater Alard und alle Mitbrüder hieß Pater Adrian die Besucher willkommen: "Ich weiß, Sie sind alle bibelfest und wissen, was in der Bibel steht. Nicht nur vom Gebet lebt der Mensch, sondern ab und zu braucht er was zum Essen und Brot auch in flüssiger Form.
Wir brauchen aber auch Stimmung und Freude im Leben, und das wollen wir auch heute erleben."


Gedicht in fränkischer Mundart

Anstelle des sonst üblichen Mariengebetes hatte Pater Adrian ein Gedicht in fränkischer Mundart gefunden, und das hörte sich aus dem Munde des Franziskanerpaters, dessen Geburtssprache nicht fränkisch ist, einfach köstlich an. Das Gedicht trug den Titel "Wo sänn mer denn derham?" Auch Landrat Klaus Peter Söllner war begeistert und machte den Vorschlag, Pater Adrian künftig ins Programm einzubeziehen: "Hochbezahlte Comedians können ihm nicht annähernd das Wasser reichen." Mit Bürgermeister Franz Uome (CSU) hieß Söllner die Freunde des Klosterfestivals willkommen. Er ging auf die Ursprünge ein und dankte Philipp Simon Goletz: "Dass das keine Eintagsfliege war, sondern heute zum sechsten Male durchgeführt wird, ist zum großen Teil auch Dein Verdienst. Du hast immer wieder Künstler zu uns in den Frankenwald und zur Basilika Marienweiher gebracht."


Die Ursprünge des Festivals

Der Landrat erinnerte daran, wie das Festival entstanden ist: "Da hatte ja irgendwann einmal schlauer Mensch die Idee, man könnte das Kloster in Marienweiher verkaufen. Ein Verkauf war für uns unvorstellbar. Einer hat es auf den Punkt gebracht. Das war unser Professor Wolfgang Protzner. Er ist ja bekannt, dass er nicht diplomatisch herumredet, sondern das sagt, was er denkt. Das war zwar ein wenig stark für die Ministerialen in München, aber Recht hat er gehabt."


Der "Fränkische Biermarsch"

Den Anfang im Programm machten die "Prost"-Musikanten des Untersteinacher Musikvereins mit dem "Frankenliedermarsch". Mit dem deutschen Volkslied "Die Gedanken sind frei" ging es los, es folgte das "Frankenlied". Mit dem "Fräkischen Biermarsch" nach der Melodie der Bayernhymne gab es eine Premiere. Da hieß es: "Gott mit dir, du Land der Biere, wunderbares Frankenland, wo gebraut wird in den Dörfern feinstes Bier von Meisterhand. Es behüte diese Orte, wo dies Handwerk wird gepflegt, und er sende gute Brauer, dass es lang so weitergeht."

Natürlich gehörte auch die Ursprungs-Geschichte der Klosterspitzen zum Programm, und für deren Präsentation war "Frankensima" Philipp Simon Goletz geradezu prädestiniert. Mit seinem "Gewaaf" und "Derblecken sorgte Goletz für einen besonderen Höhepunkt.
Siggi Michl machte mit seinem fränkischen Liebeslied "Ach Bärbela ich moch Dich fei" deutlich, dass die Franken wortkarg sind, wenn es um Gefühle geht. Charlie Reinhard war als "Reinhard May von Thüringen" zu hören.
Ein Höhepunkt war der Auftritt der "Brauhausmusi" aus Regnitzlosau in fränkischer Mundart, die ihr Programm nach dem Motto "Gered und Gsunga" gestaltete. Die "Brauhausmusi" hatte sogar ihren Fanclub mitgebracht .


Die "Prost"-Musikanten

Die "Prost"-Musikanten ließen noch das Lied der Franken zum Mitsingen anklingen. Am Ende trafen sich alle Mitwirkenden auf der Bühne, und mit einem Glockenläuten wurde das Klosterspitzen-Festival beendet.
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