Feldbuch
Oldtimer

In Feldbuch wurden Männerträume wahr

Das erste Young- und Oldtimertreffen der Wanderfreunde Feldbuch war ein voller Erfolg. Viele Besucher kamen und bestaunten die zwei- und vierrädrigen Schmuckstücke.
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Geträumt von einem eigenen Opel GT hat Reinald Kolb aus Stadtsteinach schon immer, erst vor wenigen Monaten hat er sich seinen Jungentraum erfüllt. Der stolze Opel GT war schon restauriert und macht einfach Spaß. Foto: Sonja Adam
Geträumt von einem eigenen Opel GT hat Reinald Kolb aus Stadtsteinach schon immer, erst vor wenigen Monaten hat er sich seinen Jungentraum erfüllt. Der stolze Opel GT war schon restauriert und macht einfach Spaß. Foto: Sonja Adam
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Der Wanderwart der Wanderfreunde Feldbuch, Stefan Dippold, und seine Frau Silke sind oldtimerbegeistert. "Wir schauen uns selbst gerne solche Treffen an, und so kamen wir auf die Idee, solch ein Young- und Oldtimertreffen auch einmal in Feldbuch durchzuführen", erklärte Silke Dippold.

Schon im Vorfeld wurden Vereinigungen und Verbände angeschrieben. Und mehr als 100 Oldifans hatten sich zurückgemeldet. Die Wanderfreunde sorgten für das leibliche Wohl, und schon war das erste Young- und Oldtimertreffen ein voller Erfolg.
 


Aus erster Hand


Auch viele Schaulustige kamen. Die Aussteller reisten von überall her an. Bernd Korb kam mit einem Opel Olympia Rekord, Baujahr 1957, aus Kronach. "An dem Auto ist alles original - auch der Motor", erklärte Korb. Tatsächlich hat der Opel Olympia Rekord nur 76 000 Kilometer auf dem Tacho.

"Ich habe das Auto aus erster Hand, das war top-gepflegt", so Korb.

Eine echte Besonderheit hatte auch Christian Zeuß aus Kronach dabei: einen Porsche, Baujahr 1981 - allerdings in Braun. "Das Auto hat mein Vater gekauft. Das ist Zobel-Braun, die Farbe aus dem Prospekt - das war die Standardfarbe damals", so Zeuß. Persönlich fährt er den braunen Porsche nur im Sommer. Das Gefährt schafft übrigens locker 260 Stundenkilometer. Auch heute noch. "Wir haben aber auch noch einen Fisher Fury und eine Corvette."
 


Ein Flitzer mit nur drei Sitzen


Ebenfalls eine Rarität hatte Wilfried Weber aus Mainleus dabei: ein sehr flaches Auto, fast unbekannt - ein Talbot Matra Murena. Nur vier Jahre lang wurde das Gefährt, das nur drei Sitze hat, produziert. "Ich habe das Auto schon 28 Jahre, ich habe es mir bei der Bundeswehr gekauft", sagte Weber.

 


Überhaupt sind die meisten Ausstellungsstücke Männerträume: Reinald Kolb aus Stadtsteinach hat jahrelang nach einem Opel GT gesucht. "Aber ich wollte einen, der nicht aufgemotzt ist, ohne Spoiler", sagte er. Seit diesem Frühjahr nennt er einen silberfarbenen Opel GT, Baujahr 1968, sein eigen. "Das Auto hat 110 PS, ist aber mit einem Motor der Euronorm 4 ausgestattet", ezählte Kolb. Er habe sich mit diesem Auto einen Jugendtraum erfüllt. "Irgendwann kommt die Zeit, wo man sich seine Jugendträume erfüllen muss", sagt Kolb.

 

 

 


Kennzeichen mit Geschichte


Und auch das Kennzeichen des Opel GT hat eine eigene Geschichte. Denn der Opel GT hat ein SAN-Kennzeichen mit den Initialen des Besitzers: RK.

 

 

Als Ziffer hat der Alltags-Mercedes die Nummer 1, der Mercedes SLK die Nummer 2, das Winterauto - ein Astra - die Nummer 3 und das Traumauto jetzt die Nummer 4.

Von Männerträumen erzählten übrigens nicht nur die vierrädrigen Schätzchen, die beim Feldbucher Young- und Olditreffen zu bestaunen waren, sondern auch die Zweiräder. Eberhard Soziaghi aus Thurnau hat sich erst in diesem Frühling den Traum vom eigenen Motorrad erfüllt: mit einer BMW R 253, Baujahr 1955. "Ich habe mit 18 den Einser-Führerschein gemacht, habe aber nie ein Motorrad besessen. Das hat sich jetzt geändert", sagt Soziaghi. Momentan sammelt er mit seiner alten BMW wieder Fahrpraxis. "Aber ich fahre nicht schneller als 80", sagte er. Denn es geht ja schließlich um den Fahrgenuss, nicht um Geschwindigkeitsrausch.

 

 


Felbucher Traktor


Und genau so sehen dies auch die Traktorfreunde, die mit ihren Raritäten zum Treffen in Feldbuch kamen. "Ich fahre normalerweise Porsche, aber heute kam ich mit dem Ford", lachte Alfons Hahn und setzte sich auf seinem royalblauen Ford-Traktor in Pose. Der Ford-Traktor stammt ursprünglich aus Feldbuch. Es ist ein Ford 3000, Baujahr 1975. "Der ist immer noch im Einsatz", so Hahn.

Auch das Gefährt, das gleich neben dem Ford parkt, ist sehenswert: ein roter Massey-Ferguson 35. Auch wenn der Traktor schon ein bisschen Rost angesetzt hat, dafür, dass er bereits aus dem Jahr 1956 stammt, ist er noch gut in Schuss. "Ich habe den Traktor von meinen Eltern übernommen", sagte Erich Pausch und war stolz auf den antiken Zustand.

 

 

 


Der Name Porsche verpflichtet


Die absolute Show allerdings schoss wieder einmal Walter Pensel von den Traktorfreunden Kirchleus-Lösau ab. Nicht nur, dass die Traktorfreunde mit einer starken Abordnung nach Feldbuch gereist waren, der feuerrote blitz-blank polierte Porsche Diesel Standard T 217 von Walter Pensel zog auch wieder alle Blicke auf sich. Der Porsche hat zwar nur 20 PS, doch er stammt aus dem Jahr 1962. Nur 6800 Stück des stolzen Gefährtes wurden gebaut. "Den Traktor haben wir mal beim Hans Taubenreuther in Kulmbach gekauft", erzählte Walter Pensel. Und dass die Sitze mit besticktem Kunstleder überzogen sind, hat natürlich etwas mit Stil zu tun. Denn auch wenn es nur ein Traktor ist, der Name Porsche verpflichtet ...

 

 

 

 

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