Weismain
Gesundheit

Helfer vor Ort wieder im Einsatz in Weismain

Nach einer Vakanz von drei Wochen hat frt Arbeiter-Samariter-Bund Aufgaben als Ersthelfer vom Roten Kreuz übernommen. Mit einem neuen Fahrzeug sind die neuen First Responder im Stadtgebiet von Weismain unterwegs.
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Johannes Bravo, Leiter des Helfer-vor-Ort-Teams, misst bei Bürgermeister Udo Dauer die Sauerstoffsättigung im Blut und den Puls. Geschäftsführer Thomas Schwesinger (r.) und Vize-Rettungsdienstleiter Danny Roth vom ASB schauen ihm über die Schulter.  Fotos: Stephan Stöckel
Johannes Bravo, Leiter des Helfer-vor-Ort-Teams, misst bei Bürgermeister Udo Dauer die Sauerstoffsättigung im Blut und den Puls. Geschäftsführer Thomas Schwesinger (r.) und Vize-Rettungsdienstleiter Danny Roth vom ASB schauen ihm über die Schulter. Fotos: Stephan Stöckel
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Das Pressegespräch neigt sich dem Ende zu, als um Punkt 19 Uhr die Kirchenglocken ertönen und beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) das Telefon klingelt. Ein Notfall. Der Rettungswagen des Weismainer Rettungsstellplatzes braust davon.

Zugleich macht die Kunde, dass auch das Fahrzeug der Burgkunstadter Rettungwache im Einsatz ist, die Runde. "Jetzt bricht eine kritische Zeit an, in der die Helfer vor Ort gebraucht werden, sollte es zu einem weiteren Notfall kommen", führt Johannes Bravo die Bedeutung der ehrenamtlich agierenden Rettungskräfte (siehe Infobox) vor Augen.

Er leitet das zwölfköpfige Helfer-vor-Ort-Team. Die dreiwöchige Vakanz, die entstanden war, nachdem das BRK seinen Helfer-vor-Ort-Standort in Weismain aufgegeben hatte, hat damit ein Ende gefunden. Der Weismainer Bürgermeister Udo Dauer, der den ASB persönlich darum gebeten hatte, die Trägerschaft zu übernehmen, freute sich, dass alles so schnell über die Bühne gegangen war.

Einer, der sich in dieser Mannschaft tatkräftig einbringt, ist Ronny Reichenbach. Fragt man den 38-jährigen Weismainer, ob er das Helfergen in sich trage, dann kommt es wie aus der Pistole geschossen: "Wahrscheinlich ist das der Fall."

Es habe ihm schon immer am Herzen gelegen, anderen Menschen zu helfen. Mit 18 Jahren sei er der Feuerwehr Weismain beigetreten und vor zwei Jahren habe er sich entschieden, auch bei den Helfern vor Ort Dienst am Nächsten zu tun.

Wenn Menschen in ihrer Wohnung unter Atemnot leiden oder einen Herzinfarkt erleiden, dann ist Reichenbach zur Stelle. "Man darf sich vom Meldebild nicht unter Druck setzen lassen, da es mitunter dramatischer ausschaut als die Realität. Man muss das Geschehen auf sich zukommenlassen, ruhig und überlegt sowie Schritt für Schritt den Patienten behandeln", schildert er seine Vorgehensweise.

Allein im vergangenen Jahr wurden die Helfer vor Ort in Weismain zu fast 100 Einsätzen gerufen. Das geht aus einer Pressemitteilung des ASB hervor. Künftig rücken die Aktiven mit einem neuen Fahrzeug aus. Der Wagen und die dazugehörige medizinische Ausrüstung werden vom ASB durch Mitgliedsbeiträge der Weismainer finanziert.

Bürgermeister Udo Dauer erinnerte daran, dass es in Weismain bereits seit Ende der 90erJahre Helfer vor Ort gebe. Defizite bei der Einhaltung der in Bayern gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen von zwölf Minuten im großen und verzweigten Stadtgebiet von Weismain mit seinen vielen Steigungen und Gefällen hätten zur Gründung eines Helfer-vor-Ort-Teams geführt.

Dauer dankte dem bisherigen Träger, dem BRK, für die geleistete Arbeit. Auch für die Feuerwehr, die im vergangenen Jahr das BRK mit unterstützt hatte, fand Dauer lobende Worte.

Zudem erläuterte der Bürgermeister, wie es um die Aufstufung des Weismainer Rettungsstellplatzes zur Rettungswache bestellt sei: "Das Auswahlverfahren für den Träger der Rettungswache Weismain findet noch in diesem Jahr statt. Spätestens zu Beginn des nächsten Jahrs wird die Wache ihren Betrieb aufnehmen."




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