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Harsdorf
Bürgerversammlung

Harsdorfer sind zufrieden - neuer Arzt ab Februar

Die Bürger von Harsdorf sind mit der Arbeit ihres Bürgermeisters und Gemeinderates zufrieden. Das zeigte die Bürgerversammlung am Freitagabend recht deutlich. Die Bürger sind dankbar, denn Harsdorf bekommt mit Dr. Jürgen Bauer wieder einen Arzt, der voraussichtlich am 1. Februar 2014 seine Praxis im "Gesundheitsbahnhof" eröffnen wird.
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Die Harsdorfer Bürger sind zufrieden mit der Arbeit von Bürgermeister Günther Hübner (CSU). Foto: Archiv
Die Harsdorfer Bürger sind zufrieden mit der Arbeit von Bürgermeister Günther Hübner (CSU). Foto: Archiv
Ansonsten machte Bürgermeister Günther Hübner (CSU) deutlich, dass die Gemeinde zahlreiche Projekte umgesetzt oder begleitet hat. Er nannte hier die Planfeststellungen für den Ausbau der A70 und der Deutschen Bahn sowie die Bauarbeiten an den Bahnübergängen und der Autobahn sowie die eigenen Maßnahmen wie Hochwasserschutz, Anpassungen der GV-Straße im Zuge der Autobahnbaustelle und das Leuchtturmprojekt "Gesundheitsbahnhof".

Es gab nochmals eine Steigerung der Planungs- und Bauaktivitäten in der Gemeinde Harsdorf, wie Hübner rückblickend feststellte. Autobahn, Eisenbahn und der "Gesundheitsbahnhof" verlangten vollen Einsatz: "Den Zenit haben wir wohl überschritten, denn die Maßnahmen der Bahn sind abgeschlossen und am 18. November wird die Nordfahrbahn der A70 wieder für den Verkehr freigegeben."

Der Bürgermeister machte außerdem einige Anmerkungen zur Bundes- und Landespolitik. In Bayern sei die Regierung zwar installiert, doch im Bund werde noch verhandelt und das zunehmend ohne klare Angaben. Bürgermeister Hübner: "Versprochen haben auf jeden Fall alle, dass den Kommunen geholfen werden soll. Ob wir daraus auch höhere Förderungen und einfachere Verfahrensabläufe ableiten können, darf bezweifelt werden."

Überleitend auf die Gemeindepolitik ging Hübner auf die Energiewende und die Verkehrsinfrastruktur ein: "Ob die Energiewende glückt, bezweifle ich derzeit, da sowohl keine klaren Aussagen von der Politik kommen und Gegner von Großprojekten nicht nur bei der Atomenergie ein neues Betätigungsfeld entdeckt haben. Die Großkonzerne haben die Dollarzeichen in den Augen und einvernehmliche Bürgerprojekte werden oft auch von Behörden konterkariert."

Beim Schienenverkehr vermisst Hübner vor allem in Oberfranken eine bessere Abstimmung: "Wichtig sind nicht neue Strecken, sondern komfortables Zugmaterial, gute Zusteige- und Umsteigmöglichkeiten und eine gute Fernzuganbindung." Harsdorf habe nach Fertigstellung der neuen Bahnsteige komfortable Zusteigemöglichkeiten und auch genügend Zughalte. Dass aber einfache Zughalte weiterhin auf dem Durchgangsgleis Zwei erfolgen sollen, das ist dem Gemeindeoberhaupt nicht ganz begreiflich: "Wir haben hier noch mehrere Beschwerden laufen, insbesondere den Hinweis auf die Schülerzüge, wo ja oft verbotswidrige Gleisüberquerungen erfolgen, haben wir angeführt."

Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich besorgt über die rückläufige Einwohnerzahl. Außerdem übte er Kritik bei den Vorgaben und Planungsabsichten zur Windkraft: "Derzeit sind wir mit unserer Vorbehaltsfläche im Staatsforst gescheitert. Unterstützung für unsere Fläche haben wir nicht erhalten, obwohl alle Abstandsflächen zu Wohnbebauungen eingehalten sind. Vielmehr hat man den Einwendungen des Flugplatzes Bayreuth/Bindlach, der Naturschutzbehörden wegen des Landschaftsschutzgebietes Trebgasttal und der Wasserwirtschaft wegen eines Wasserschutzgebietes mehr Glauben geschenkt."

Für das kommende Jahr steht der Kanalbau in Altenreuth an. Die Maßnahme hat ein Kostenvolumen von rund 300.000 Euro.

Anregungen von den Bürgern durften am Freitagabend natürlich auch nicht fehlen. Prof. Dr. Ludwig Zöller sprach die fehlende Asphaltierung des Radweges zwischen Ramsental und Harsdorf an. Ulrich Ultsch plädierte für eine Versetzung des Ortsschildes von Harsdorf in Richtung Trebgast. Dazu der Bürgermeister: "Bevor wir in Ortsschild versetzen können, wird in Bayern eher wieder ein König eingeführt."

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