Stadtsteinach
Spendenaktion

Grundschüler packen Päckchen für Osteuropa

Für Mädchen und Jungen in Rumänien, Moldawien und der Ukraine haben sich die Stadtsteinacher Grundschüler mächtig ins Zeug gelegt und Weihnachtspäckchen gepackt.
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Einen Berg  an Geschenken haben die Stadtsteinacher Grundschüler  für arme Kinder in Rumänien, Moldawien und der Ukraine aufgetürmt. Schulleiter Michael Pfitzner, Berndt Lengenfelder von Round Table sowie Pfarrer Ulrich Böhm aus Neuenmarkt sind begeistert. Foto: Sonja Adam
Einen Berg an Geschenken haben die Stadtsteinacher Grundschüler für arme Kinder in Rumänien, Moldawien und der Ukraine aufgetürmt. Schulleiter Michael Pfitzner, Berndt Lengenfelder von Round Table sowie Pfarrer Ulrich Böhm aus Neuenmarkt sind begeistert. Foto: Sonja Adam
"Nicht überall haben es die Kinder so gut wie in Deutschland: In Rumänien, in der Ukraine und in Moldawien gibt es Mädchen und Jungen, an die an Weihnachten niemand denkt und deren Eltern, wenn sie denn überhaupt noch Eltern haben, nicht die Möglichkeit haben, ihnen Geschenke zu machen", erklärt Berndt Lengenfelder vom Service-Club Round Table.

Doch eigentlich muss er nicht mehr viele Worte machen. Denn das wissen die Stadtsteinacher Kinder ja längst. Sie haben sich umfassend über die Weihnachtspäckchen-Aktion von Round Table und Ladies' Circle in Kulmbach informiert und waren mit Feuereifer bei der Sache.

Sie sammelten wieder Geschenke für Kinder. Spielsachen wie Karten- oder Würfelspiele, Jojos, Aufkleber, Teddys, Puppen, Spielzeugautos, Bälle, Haarschmuck, Poster, aber auch Kinderkleidung, Hygieneartikel, Mal- und Schreibutensilien, Süßigkeiten und Gebäck konnten in die Pakete gepackt werden.

Nur neue Sachen zulässig

"Wegen der Zollbestimmungen ist es wichtig, dass nur neue Sachen eingepackt werden", erklärt Berndt Lengenfelder. "Ich habe gleich zwei Päckchen gepackt. Da sind Bälle drin, schöne bunte Bälle für Mädchen", erklärt Maja Freitag (7) aus der zweiten Klasse und fühlt sich irgendwie gut, als sie ihre Pakete auf den großen Stapel legt. "Ich habe zwei Päckchen mit einem Bärenspiel und mit einem Puzzle. Ich hab das Spiel selbst und das ist echt gut", findet Hannes Lanzendorfer (9) und hofft, dass er den Kindern in Rumänien eine kleine Freude machen kann.

Auf Lea Sesselmanns (7) Paket steht mit einem Aufkleber die Aufschrift "Mädchen 3 bis 5 Jahre". Die Zweitklässerin hat eine Milchzahndose eingepackt und einen Bettvorhang mit Prinzessinnenmotiv. "Echt schön", sagt sie und ist überzeugt, dass diese Geschenke auch in Rumänien gut ankommen. Saskia Hessner (8) hat Sachen für Babys eingepackt. "Da sind Klamotten drin, eine Rassel, ein Kuscheltier und eine Babykamm."

Hauptsache, es wird gespendet

"Wir haben im Religionsunterricht auch eine Aktion für Rumänien gemacht", erzählt Pfarrer Ulrich Böhm und freut sich über die vielen Pakete, die auch für die Serviceclubs zusammen gekommen sind. Denn letztlich sei es egal, wer die Geschenk zu den Armen bringt. Hauptsache, es wird gespendet. "Einige Kinder haben sogar von ihrem Taschengeld was gekauft", berichtet der Pfarrer.

Bei der Round Table-Aktion kamen im vergangenen Jahr 68.000 Päckchen zusammen. Ehrenamtliche Helfer bringen sie mit einem eigenen Hilfskonvoi, der dann zehn bis 14 Tage unterwegs ist und Pakete aus ganz Deutschland in Riesen-Lkws zusammensammelt, nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine. "Die Pakete werden vor den Augen der Helfer verteilt, damit sie auch wirklich ankommen", erklärt Berndt Lengenfelder.

Nicht nur die Stadtsteinacher Grundschule hat sich beteiligt, auch die Rugendorfer Kinder haben gesammelt - ebenso die Kindergartenkinder in Wartenfels und in Trebgast. Außerdem wird die Aktion von vielen Privatleuten unterstützt.

Zahlreiche Sammelstellen

An den Sammelstellen bei der Raiffeisenbank Oberman Nord, bei der Sparkassenhauptstelle, bei Hanft Bürotechnik, im Pförtnerhaus bei Raps und im Kindergarten Heinzelmännchen sind ebenfalls schon viele Päckchen abgeliefert worden.

"Und an Weihnachten können sich dann auch die Kinder, die sonst keine Geschenke bekommen würden, freuen", ist der Stadtsteinacher Schulleiter Michael Pfitzner begeistert von der Resonanz auf die diesjährige Aktion.

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