Untersteinach
Umgehung

Große Freude nach jahrzehntelangem Kampf

Auch wenn der Himmel bedeckt war: Im Untersteinacher Rathaus herrschte eitel Sonnenschein über die Nachricht, dass die Finanzierung für den Bau der Umgehung steht. "Eine lang ersehnte, lang erhoffte und auch Jahrzehnte lang erkämpfte Entscheidung", kommentierte Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) die Mitteilung .
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Ein Prost im Rathaus auf 36 Millionen Euro für den Bau der Untersteinacher Umgehung im Zuge der B 289. Altbürgermeister Heinz Burges (links) sowie (von rechts) Bürgermeister Volker Schmiechen, dessen Stellvertreter Hans-Peter Röhrlein und Gemeinderat Philipp Simon Goletz stoßen mit den Mitarbeitern der Verwaltung auf die gute Nachricht aus Berlin an. Foto: Matthias Beetz
Ein Prost im Rathaus auf 36 Millionen Euro für den Bau der Untersteinacher Umgehung im Zuge der B 289. Altbürgermeister Heinz Burges (links) sowie (von rechts) Bürgermeister Volker Schmiechen, dessen Stellvertreter Hans-Peter Röhrlein und Gemeinderat Philipp Simon Goletz stoßen mit den Mitarbeitern der Verwaltung auf die gute Nachricht aus Berlin an. Foto: Matthias Beetz
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"Ich war erst einmal sprachlos und musste die Nachricht von Emmi Zeulner erst einmal sacken lassen", betonte der Bürgermeister und erinnerte daran, dass schon seine Vorgänger Walter Arlt und und besonders Heinz Burges um die Umgehung gekämpft haben. "Es war nicht leicht", sagte Schmiechen, der aber immer Optimist geblieben sei.

Sein Stellvertreter Hans-Peter Röhrlein (CSU) gestand ein, den Glauben an die Umgehung schon verloren gehabt zu haben. Nun aber freue er sich über die Entlastung der Bürger.

Philipp Simon Goletz (WGU) betonte stellvertretend für Ehrenvorsitzenden und IG-Sprecher Alfred Vießmann, dass endlich langes Engagement gewürdigt und belohnt werde.

Kostenteilung ausschlaggebend

Was Altbürgermeister Heinz Burges (SPD) nicht anders sieht. Die eigentliche Entscheidung ist nach seiner Ansicht schon 2013 gefallen, als der ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine Kostenteilung ins Gespräch brachte. "40 Millionen sind einfach leichter zu finanzieren als 80 Millionen Euro", erklärte Burges. Aber: "Kauerndorf wird dadurch nicht ausgegrenzt. Kauerndorf muss nachgezogen werden." Sein Fazit: "Ich bin froh und erleichtert, dass wir nach einem so langen Kampf am Ziel sind."

Ähnlich formulierte es Landrat Klaus Peter Söllner (FW): "Ein jahrzehntelanger Kampf findet ein gutes Ende", sagte er über eine "außergewöhnliche Nachricht". Er freue sich für die Bürger, die unter der Verkehrsbelastung enorm gelitten hätten. "Ich gehen davon aus, dass das der Beginn des Gesamtprojektes ist und auch Kauerndorf zu einem guten Ende kommt." Kein Geheimnis machte der Landrat daraus, dass gerade die letzten sechs Jahre nach Erlangung des Baurechts "zermürbend" waren. Umso mehr stehe nun die Freude im Vordergrund, sagte Söllner und dankte den unzähligen Mitstreitern vergangener Jahre und besonders MdB Emmi Zeulner, die sich "mehr als die Norm stark gemacht" habe.

Der Ködnitzer Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) verwies auf intensive Gespräche mit den Untersteinacher Kollegen in den zurückliegenden Monaten und darauf, dass man die Anfinanzierung von Untersteinach letztlich favourisiert hat. "Wichtig ist, dass der Anfang gemacht ist und anschließend auch die Entlastung für die Kauerndorfer kommt."

Reinhold Dippold, Sprecher der Kauerndorfer Bürgerinitiative, zeigte sich erfreut, dass am Montag in Berlin auch die Mittelfreigabe erfolgt ist. "Aber das ist nur der erste Schritt." Dippold geht inklusive der Brücke von einer Bauzeit von rund fünf Jahren für den Untersteinacher Teilbereich aus. "Und danach muss man auch Kauerndorf fit machen."
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