Grafengehaig
Gemeindefinanzen

Grafengehaig spart an allen Ecken und Enden

Die Marktgemeinde Grafengehaig befindet sich weiterhin auf einem guten Konsolidierungskurs. Das betonte Bürgermeisters Werner Burger bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend und erläuterte die selbst auferlegten Konsolidierungsmaßnahmen.
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Symbolbild Foto: dpa
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Burger erinnerte an den Erlass der Ausbaubeitragssitzung, die Kündigung vieler Mitgliedschaften und die Einsparung von Repräsentationsmittel. Hinzu kamen die Kürzung von Haushaltsmittel in verschiedenen Bereichen und der Fremdenverkehrswerbung. Benutzungsgebühren wurden ebenso angehoben sowie die Mieten und Pachten. Neu kalkuliert sind die Abwassergebühren.

Zudem nehmen der Bauhof und die Verwaltung alle Möglichkeiten wahr, um durch Eigenleistungen Einsparungen zu erzielen. Die energetische Außensanierung des Rathauses spart ebenso Heizkosten wie der Einbau des Blockheizkraftwerkes in der Frankenwaldhalle.

Durch die Umschuldung und Neuverzinsung von Darlehen durch günstigere Konditionen werden ebenso Gelder eingespart. Ausgaben sind zudem durch die Zusammenarbeit mit den Bauhöfen in Marktleugast und Presseck gesenkt worden. Eingespart wurde ferner das dritte Bürgermeisteramt.

Nicht unerhebliche Gelder werden auch durch die Unterbringung von derzeit 17 Asylbewerbern in drei zuvor leerstehenden kommunalen Wohnungen eingenommen. An diesem Punkt zeigte sich Werner Burger zudem dankbar gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die sich um diese kümmern und humanitär helfen.
"Wir Grafengehaiger leben die Konsolidierung, sind auf dem richtigen Weg und wollen das selbst auferlegte Programm weiterführen. Es kommen auch wieder bessere Zeiten", blickte das Gemeindeoberhaupt optimistisch auf die nächsten Jahre.

Ein Thema war auch der Breitbandausbau, der bis 2016 fertiggestellt sein soll. Am 17. September wurde bereits für die Märkte Grafengehaig und Marktleugast ein Gespräch über den Ablauf des Verfahren geführt und dabei die Aufgaben der Verwaltung und des unterstützenden Ingenieurbüros Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein abgesteckt, informierten Bürgermeister Werner Burger und VG-Geschäftsleiter Michael Laaber die Ratsmitglieder. Begonnen wurde bereits mit der technischen Ist-Erfassung, die notwendig ist, um die Förderfähigkeit der Gebiete festzustellen. Von Oktober bis Dezember erfolgt die Markterkundung, und anschließend werden die Teilgebiete auf das erwartete Ausbauergebnis und die Wirtschaftlichkeit überprüft. Danach sind die Grobkosten festzustellen. Von Januar bis Mai 2015 kann dann das Auswahlverfahren durchgeführt und der Förderantrag gestellt werden. Der Ausbau soll dann bis 2016 erfolgt sein. "Wir haben dann eine große Bandbreite, um nicht abhängig zu sein und sind mit Marktleugast zusammen auf einem guten Weg", betonte Burger.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Ratssitzung gab Bürgermeister Werner Burger noch bekannt, dass die neue Internetseite der Verwaltungsgemeinschaft und der beiden Märkte Grafengehaig und Marktleugast am 1. Oktober freigeschaltet wird.
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