Mittelau
Polizei

Getreideflut in der Unterführung

Mit einem außergewöhnlichen Fall von Verkehrsbehinderung hatte sich am späten Montagabend die Kulmbacher Polizei zu beschäftigen: Von einem landwirtschaftlichen Anhänger ergossen sich mehrere Tonnen Getreide in die Eku-Unterführung in Kulmbach.
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Mehrere Tonnen Futtergetreide machten die Eku-Unterführung in Kulmbach unpassierbar. Foto: Katrin Geyer
Mehrere Tonnen Futtergetreide machten die Eku-Unterführung in Kulmbach unpassierbar. Foto: Katrin Geyer
Ein Landwirt aus Guttenberg war am Montagabend, kurz nach 22 Uhr, mit einem Traktorgespann, das mit Futtergetreide beladen war, in der Eku-Unterführung in Kulmbach unterwegs, als sich plötzlich die automatische Bordwand des Anhängers öffnete. Rund drei Tonnen Getreide ergossen sich auf die Fahrbahn - die daraufhin unpassierbar war.

Etwa drei Tonnen Futtergetreide rieselten nach Angaben der Polizei auf einer Länge von etwa 200 Meter auf die zweispurige Fahrbahn und bedeckten diese mit einer rund 3 Zentimeter dicken Schicht. Der Fahrer bemerkte erst etwa 100 Meter nach der Unterführung, dass er bereits eine große Menge seiner Ladung verloren hatte und stoppte sein Fahrzeug.

Warum sich die Bordwand geöffnet hat, ist nach Angaben der Polizei nicht klar. Möglicherweise war sie nicht ordnungsgemäß verschlossen und ein Splint hatte sich gelöst, als der Anhänger über eine Bodenunebenheit fuhr.

Ein Rettungssanitäter sicherte die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Polizei ab und konnte somit wohl Schlimmeres verhindern. Der 43-jährige Landwirt trommelte in Windeseile Freunde und Helfer zusammen, so dass die Fahrbahn bereits nach knapp 1,5 Stunden mittels Radlader, Kehrmaschine und Muskelkraft wieder freigeräumt war. Der Verkehr wurde während der Aufräumarbeiten über die Heinrich-von-Stephan-Straße umgeleitet.

Es wurde kein Verkehrsteilnehmer gefährdet und es entstand auch kein Sachschaden. Mit einer Anzeige wegen der nicht ordnungsgemäß gesicherten Ladung muss der Landwirt aus Guttenberg wohl dennoch rechnen. Das Getreide ist nun wohl unbrauchbar. pol/gey

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