Melkendorf
Jubiläum

Gesangverein Melkendorf gab beeindruckendes Jubiläumskonzert

Mit einem Lieder- und Ehrenabend feierte der Gesangverein Melkendorf sein 125-jähriges Bestehen. Vor allem Karl-Heinz Wirz, der einst auch eine Flötengruppe ins Leben gerufen hatte, hat den Klub geprägt.
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Das Flötenensemble war einst der ganze Stolz des ehemaligen Dirigenten und Ehrenchorleiters Karl-Heinz Wirz. Zum Jubiläum trat Ingrid Kruse mit ehemaligen Flötisten auf. Foto: Sonja Adam
Das Flötenensemble war einst der ganze Stolz des ehemaligen Dirigenten und Ehrenchorleiters Karl-Heinz Wirz. Zum Jubiläum trat Ingrid Kruse mit ehemaligen Flötisten auf. Foto: Sonja Adam
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Mit einem beeindruckenden Liederabend feierte der Gesangverein Melkendorf sein 125-jähriges Bestehen. "Singen macht Spaß, singen tut einfach gut", gab Chorleiterin Gudrun Dunkel als Motto aus. Und sie hatte damit nicht zu viel versprochen.

Als die Alphornbläser aus Veitlahm den bunten Liederabend eröffneten, gab es im TSV-Sportheim schon kein Durchkommen mehr. Freunde schöner Chormusik aus der ganzen Region waren gekommen, um dem Jubiläumskonzert zu lauschen.

In Melkendorf ist von Gesangsmüdigkeit nichts zu spüren. Der Gesangverein gehört heute zu einer Singgemeinschaft, zu dem auch noch die Gesangvereine Ziegelhütten und 1833 Kulmbach sowie der Kirchenchor Melkendorf zählen. "Wir achten auf Qualität und singen mehrstimmig", erklärte Gudrun Dunkel.


Als Männerverein begonnen


Als der Gesangverein Melkendorf am 1. März 1890 aus der Taufe gehoben wurde, war er ein reiner Männerklub. 24 Aktive zählte der "Gesang- und Leseverein" damals. Als erstes Lied wurde "Treu und Herzinniglich" einstudiert, geht au den Annalen hervor. Christian Ruck war der erste Chorleiter, Johann Nikolaus Schneider der erste Vorsitzende. Und Schneider stiftete auch die Fahne: Im Jahr 1909 wurde sie geweiht, die Patenschaft übernahm der damals noch eigenständige Gesangverein 1833 Kulmbach.

Der Gesangverein wurde vor allem von einem Mann geprägt: Karl-Heinz Wirz. Er war von 1965 bis 2005 Chorleiter und hat 1976 einen Flötenchor gegründet - sein ganzer Stolz. Posthum würdigte der heutige Vorsitzende Hermann Dunkel die Verdienste von Wirz. Und natürlich gab es zum Jubiläum auch Stücke aus der Feder des legendären Chorleiters. Das Flötenensemble, in dem auch zahlreiche Ehemalige mitwirkten, hatte sein Stück "Alte Mia" einstudiert. Aber auch mit einer Fuge von Johann Sebastian Bach sowie einigen modernen Weisen begeisterten die Flötisten.


"Schalt aus dein Handy"


Gudrun Dunkel hatte für das Jubiläumskonzert Lieder für jeden Geschmack ausgesucht. Der Chor, der sich stimmlich in bester Verfassung präsentierte, sang den frommen Wunsch "Schalt aus dein Handy" - und am Ende ließ Vorsitzender Hermann Dunkel sein Handy läuten, was mit großem Applaus quittiert wurde.

Die Chorgemeinschaft Melkendorf wird übrigens auch in diesem Jahr wieder das offene Weihnachtssingen auf dem Kulmbacher Marktplatz durchführen - am 12. Dezember um 12 Uhr.

Zum großen Jubiläumskonzert hatten sich die Melkendorfer den Gesangverein Rothwind-Fassoldshof mit Stefan Kiergassner eingeladen - der Gastchor brachte "Heideröslein", "Hallelujah" und "Der Herr segne und behüte dich" zu Gehör.

Pfarrer Klaus Spyra segnete die aufwändig restaurierte Vereinsfahne. Und auch die Alphornbläser aus Veitlahm sorgten immer wieder für Abwechslung im Liederreigen.


Viele Ehrungen


Wie es sich zu einem Jubiläum gehört, wurden auch zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet. So erhielten Sigrid Kugler, Johanna Täuber, Hilde Wirz, Karl Hartmann und Hermann Wagner die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied.

Zu den Ehrengästen gehörten auch stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, Landtagsvizepräsidentin Inge Aures, Stadtrat Lothar Seyfferth sowie Erhard Hildner vom Sängerkreis Bayreuth. Sie alle hoben die Bedeutung des Chorgesanges und der Musik hervor.


Die weiteren Geehrten


65 Jahre Sigrid Kugler, Hilde Wirz

60 Jahre Johanna Täuber, Karl Hartmann, Hermann Wagner

50 Jahre Gerda Grampp, Karin Wagner

40 Jahre
Helga Beyerlein, Ingrid Kruse, Inge Luther

25 Jahre Annemarie Heidenreich, Hermann Dunkel
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