Trebgast
Wohnraum

Tritt die Gemeinde Trebgast selbst als Bauträger auf?

In Trebgast überlegt man, Grundstücke in der Lindenstraße selbst zu bebauen, um damit neuen Wohnraum zu schaffen.
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Diese drei gemeindlichen Grundstücke in der Lindenstraße warten auf Bauherren. Foto: Dieter Hübner
Diese drei gemeindlichen Grundstücke in der Lindenstraße warten auf Bauherren. Foto: Dieter Hübner
In einer Sondersitzung waren dem Gemeinderat in der vergangenen Woche die ersten Ergebnisse aus den "Isek"-Arbeitsgruppen vorgestellt worden. Beim Thema "Wohnungsmarkt und Immobilienwirtschaft" kristallisierte sich dabei heraus, dass in Trebgast vor allem kleine und mittlere, möglichst barrierefreie Wohnungen fehlen.


Kolb spricht von neun Wohneinheiten


Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (SPD-WG) erinnerte hierzu in jüngsten Sitzung daran, dass die Gemeinde über drei Grundstücke in der Lindenstraße verfügt. "Warum sollen wir dort nicht selbst bauen? Mit drei Häusern könnten dort mit einer großzügig kalkulierten Bausumme von 1,5 Millionen Euro etwa neun Wohneinheiten entstehen", sagte er und wollte er die grundsätzliche Meinung seiner Kollegen dazu ausloten. "Damit kommen wir einer Forderung aus dem integriertes Stadtentwicklungs-Konzept nach und könnten einem prognostizierten Bevölkerungsrückgang entgegenwirken." Kolb ergänzte, dass ihm dabei kein sozialer Wohnungsbau vorschwebe.

Martin Sesselmann (SPD-WG) gefiel die Idee. Er sah darin ein richtiges Signal, um aus der passiven Situation heraus aktiv zu werden und etwas umzusetzen. "Die Grundstücke stehen seit geraumer Zeit zum Verkauf. Bisher haben sich noch keine Interessenten gefunden."


Verschiedene Modelle sollen geprüft werden


Auch Herwig Neumann (CSU/NWG) fand, dass der Gedanke geht in die richtige Richtung geht. "Wir sollten uns in Ruhe anhand einiger möglicher Modelle vorstellen lassen, wie so etwas aussehen könnte."

Bürgermeister Werner Diersch (SPD-WG) stellte die Frage, ob die Gemeinde in die Rolle des Bauträgers schlüpfen will und sprach sich dafür aus, verschiedene Varianten durchzuplanen. Auf Antrag von Albert Kolb beschloss das Gremium, den Bürgermeister damit zu beauftragen, weitergehende Informationen einzuholen.


Die Radewege und der Schwarze Peter


Zum Thema "Radwege" gab Werner Diersch auf Nachfrage von Albert Kolb bekannt, dass der mögliche Trassenverlauf für einen geteerten Radweg in Richtung Schlömen auf Trebgaster Seite vorhanden und gesichert ist. "Ich werde meinem Neuenmarkter Kollegen diesen Planungsstand mitteilen. Es hat ja keinen Zweck, wenn wir den Schwarzen Peter andauernd hin und her schieben."

Für folgende Bauanträge erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen: Annette und Markus Schoberth, Trebgast (Terrassenüberdachung), und Christine, Volker und Peter Zehendner, Weil (Umbau einer Gaststätte in ein Zweifamilien-Wohnhaus).
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