Kulmbach

Gegen das G8: Hut ab vor Kulmbacher Eltern

Ob sich da Seehofer und Spaenle noch verweigern können? Jetzt laufen nicht nur die Gymnasiasten selbst, sondern auch Eltern gegen das G8 Sturm.
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Hat das G8 bald ausgedient? Viele Schüler und Eltern wollen zurück zum neunjährigen Gymnasium. Foto: dpa
Hat das G8 bald ausgedient? Viele Schüler und Eltern wollen zurück zum neunjährigen Gymnasium. Foto: dpa
Nicht etwa die Lehrer oder die Schulleitung stehen am Pranger, sondern die Politik, die bis dato etwas verteidigt, was offenbar kaum einer mehr will: das achtjährige Gymnasium.


Das Zeichen des MGF-Gymnasiums

Ich bin da bei den Eltern und der Schulleitung des MFG-Gymnasiums, die den Besuch von Kultusminister Ludwig Spaenle am Donnerstag in Thurnau genutzt haben, um mit einer Petition eines deutlich zu machen: Sie wollen nicht die Wahlfreiheit G8 oder G9, sondern zurück zu einem neu angepassten neunjährigen Gymnasium.
Übervolle Stundenpläne, die keinen Freiraum für außerschulische Aktivitäten lassen, ein Lehrplan, der nach der Abkehr vom G9 nicht ausreichend entrümpelt wurde - uns Eltern stößt das sauer auf. Und dass da viel bildungspolitischer Mist hinterlassen wurde, hat jetzt selbst die CSU-Nachwuchsorganisation, die Jungen Union, erkannt.


Ist die CSU näher dran?

"Wir sind offensichtlich näher dran an der Bevölkerung als andere", hat Seehofer 2014 erklärt, als das Volksbegehren der Freien Wähler für das G9 in Bayern gescheitert war. Ob der Ministerpräsident das heute auch noch so sieht? Viele Eltern könnten die CSU bei der Landtagswahl 2017 für ihre Bildungspolitik abstrafen. Auch so mancher Gymnasiast, der unter dem G8 gelitten hat und da zum ersten Mal wählen darf.
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