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Bayreuth
Schutz

Fußball, Demos, Hochwasser und Obama

Mit über 250 Einsätzen im Jahr 2013 wurden die Bayreuther Bundespolizisten mehr als in den Vorjahren gefordert.
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Bayreuther Bundespolizisten begleiten Fußballfans von Lok Leipzig in Babelsberg. Fotos: Bundespolizei
Bayreuther Bundespolizisten begleiten Fußballfans von Lok Leipzig in Babelsberg. Fotos: Bundespolizei
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Brisante Fußballspielen, Demonstrationen, die Hochwasserkatastrophe - die rund 450 Beamten der Bayreuther Bundespolizei hatten 2013 alle Hände voll zu tun, um die Länderpolizeien und die regionalen Bundespolizeidirektionen zu unterstützen. Zahlreiche Bayreuther Beamte verrichteten zudem Dienst im Ausland.

Konsequent gegen Fußballstörer

An fast jedem Wochenende waren die Bayreuther Beamten anlässlich von rund 90 Fußballspielen in der Bundes- bis hin zur Landesliga bundesweit unterwegs. Diese Unterstützungseinsätze waren erforderlich, um Auseinandersetzungen sowie Eigentums- und Sachbeschädigungsdelikte vor allem in Bahnhöfen und Zügen zu verhindern. Bei diesen Einsätzen differenziert die Bundespolizei zwischen Fußballfans und Fußballstörern.
Fußballfans und unbeteiligten Reisenden möchte die Bundespolizei in ihrem Aufgabenbereich eine reibungslose Fahrt ermöglichen.

Bei Spielen deutscher Vereine in der Champions- und Euro League verhinderten die oberfränkischen Beamten außerdem durch gezielte Kontrollen die Ausreise von Gewalttätern. Aufgrund von massiven Ausschreitungen im Vorfeld des Champions-League-Spieles Basel gegen Schalke kamen Bayreuther Bundespolizisten sogar in der Schweiz zum Einsatz.

Im Zusammenhang mit Fußballveranstaltungen werden oftmals Böller oder andere Feuerwerkskörper mitgeführt und diese bei geeigneter Gelegenheit (am Bahnhof oder im Stadion) abgebrannt. Durch das Abbrennen von Pyrotechnik werden andere Reisende und Unbeteiligte extrem gefährdet. Ein großer Teil der verletzten Bundespolizeibeamten im Zusammenhang mit Fußballveranstaltungen ist auf Pyrotechnik zurück zu führen. Bei der Verwendung von Pyrotechnik besteht immer der Verdacht einer Straftat (zumindest versuchte gefährliche Körperverletzung). Durch die professionelle Beweissicherung der Bayreuther Bundespolizei konnten im vergangenem Jahr wiederum zahlreiche Straftäter beim Abbrennen von Pyrotechnik gefilmt werden. Innerhalb kürzester Zeit wurden aufgrund dieser Videoaufnahmen Fahndungsunterlagen erstellt, mit deren Hilfe die Straftäter ermittelt werden konnten.

Einsatz bei Demonstrationen

Zur Verhinderung von Auseinandersetzungen zwischen linken und rechten Gruppen aufgrund von Aufmärschen Rechtsextremer waren auch im Jahr 2013 die Bereitschaftspolizeien ständig gefordert. In diesem Zusammenhang wurden Bayreuther Bundespolizeibeamte zur Unterstützung der jeweiligen Länderpolizeien und der örtlichen Bundespolizeidirektionen in Berlin, Cottbus, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Weimar, Gera, Dortmund, Frankfurt, Göppingen und Heilbronn eingesetzt.

Bei diesen Einsätzen sorgten die Bundespolizisten bei der Bahn für eine störungsfreie An- und Abreise der Versammlungs-teilnehmer. Häufig sind Bahnhöfe der Ausgangs- und Endpunkt von Versammlungen, so dass auch hier besondere Schutzmaßnahmen notwendig waren.

Traditionell unterstützten Bayreuther Beweissicherungs- und Festnahmekräfte die Berliner Polizei im Zusammenhang mit den Veranstaltungen am 1. Mai in der Bundeshauptstadt. Der größte Teil der Abteilung kam am Tag der Arbeit jedoch in Würzburg zum Einsatz, da dort die rechte Szene ihre Hauptveranstaltung für den süddeutschen Raum angemeldet hatte.

Hochwasserhilfe

Aufgrund der dramatischen Hochwassersituation im Juni wurden alle verfügbaren Bayreuther Bundespolizisten in den Katastrophengebieten eingesetzt. In den Hochwassergebieten an Weißer Elster, Mulde und Elbe leisteten die oberfränkischen Beamten fast zwei Wochen lang in erster Linie polizeiliche Katastrophenhilfe.

Die Beamten halfen hier bei Evakuierungsmaßnahmen und überwachten anschließend die evakuierten Bereiche. Besonders die Vielseitigkeit der Technischen Einsatzeinheit mit dem zur Verfügung stehenden Räumgerät und den noch vorhandenen Booten bewährten sich in dieser Situation. Später halfen Bayreuther Bundespolizisten ebenfalls beim Donau-Hochwasser in Deggendorf.

Obama mit beschützt

Beim Staatsbesuch des US-Präsidenten Barack Obama waren zwei Bayreuther Hundertschaften in der Bundeshauptstadt in die umfangreichen Schutzmaßnahmen eingebunden.

Für den Bundeswahlkampf wurden insgesamt 50 oberfränkische Bundespolizisten speziell vorbereitet. Dieses Kontingent unterstützte das Bundeskriminalamt bei den Schutzmaßnahmen für die Spitzenkandidaten von CDU, SPD und FDP bei insgesamt 13 Wahlkampfveranstaltungen in Bayern und Sachsen.

Regelmäßig helfen die Bayreuther Beamten anderen Bundespolizeidienststellen bei umfangreichen Ermittlungsverfahren etwa zur Bekämpfung der Schleusungskriminalität oder im Zusammenhang von Buntmetalldiebstählen und Vandalismusdelikten auf Bahngebiet. Spezialisiert haben sich hierbei die Bayreuther auf die Durchsetzung von Haftbefehlen und Durchsuchungsbeschlüssen.

Gewaltprävention

Zur Verhinderung und Bekämpfung von Jugendgewalt und Vandalismus auf Bahnanlagen im Ballungsraum Nürnberg sowie in Würzburg und Aschaffenburg wurden im vergangenen Jahr ständig oberfränkische Bundespolizisten angefordert.

Im Rahmen von Tageseinsätzen wurden insbesondere die Bundespolizeiinspektionen Selb, Waidhaus und Klingenthal an der Grenze zu Tschechien bei der Binnengrenzfahndung unterstützt. Die Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen dienen neben dem Feststellen unerlaubt eingereister Personen auch der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Betäubungsmittelkriminalität und richten sich verstärkt gegen die unerlaubte Einfuhr von in Deutschland verbotenen pyrotechnischen Gegenständen.

Aufgrund der Inbetriebnahme eines neuen Terminals und dem damit verbunden erhöhtem Personalbedarf verrichteten regelmäßig Bayreuther Bundespolizisten ihren Dienst am Frankfurter Flughafen. Dort erfolgt der Einsatz der Beamten im grenzpolizeilichen Aufgabenbereich sowie im Rahmen der Luftsicherheit.

Weltweit aktiv

Weltweit sind gegenwärtig 15 Bayreuther Bundespolizisten aktiv. Diese verrichten unter anderem ihren Dienst im Rahmen einer EU-Mission (EULEX) im Kosovo. Zwei oberfränkische Bundespolizisten bilden afghanische Polizeianwärter aus oder sind als Sicherheitsbeamte an der deutschen Botschaft in Kabul im Einsatz. Einer war bei einer UN-Mission in Liberia im Einsatz.

Andere oberfränkische Bundespolizisten schützen deutsche Auslandsvertretungen. Zu den Einsatzorten im Jahr 2013 zählten zum Beispiel Washington, Colombo, Kinshasa, Tripolis, Bagdad, Teheran und Bamako (Mali).

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