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Kulmbach
Lebensmittelsicherheit

Forderung: Behörden-Außenstelle für Kulmbach

Dass eine Außenstelle des Landesamts für Lebensmittelsicherheit in Kulmbach geschaffen werden sollte, fordern OB Schramm und Landrat Söllner.
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Die neue Außenstelle könnte auch mit dem Max-Rubner-Institut (Bild) kooperieren, sagen OB Schramm und Landrat Söllner. Foto: Archiv/Dagmar Besand
Die neue Außenstelle könnte auch mit dem Max-Rubner-Institut (Bild) kooperieren, sagen OB Schramm und Landrat Söllner. Foto: Archiv/Dagmar Besand
Über die Neustrukturierung des amtlichen Veterinärwesens und der Lebensmittelüberwachung wird laut OB Henry Schramm (CSU) und Landrat Klaus Peter Söllner (FW) intensiv diskutiert. Wie sie mitteilen, gibt es Überlegungen der Staatsregierung für eine Organisationsform, die eine Teilverlagerung der Zuständigkeiten für Großbetriebe von den Kreisverwaltungsbehörden an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vorsehen. Hier sei wohl die Errichtung je einer Außenstelle für Nord- und Südbayern im Gespräch, die außerhalb der bestehenden Standorte des LGL in Oberschleißheim und Erlangen angesiedelt werden sollen.


Das Schreiben an Seehofer

In einem Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) machen sich Schramm und Söllner dafür stark, dass der nordbayerische Standort in Kulmbach geschaffen werden sollte.
Die Stadt sei für eine Außenstelle prädestiniert, "weil sie inmitten der Genussregion Oberfranken gelegen und als großer bayerischer Lebensmittelstandort mit mehreren international agierenden Lebensmittelproduktionsbetrieben bekannt ist". Von der Stadt werde ein Schlachtbetrieb unterhalten, der auch vom Max-Rubner-Institut für Lehr- und Forschungszwecke genutzt werde. "Die sich daraus ergebenden Synergieeffekte könnten von der neu zu errichtenden Außenstelle des LGL genutzt werden."


"Fruchtbare Zusammenarbeit"

Das Max-Rubner-Institut als Bundesforschungseinrichtung beherbergt in Kulmbach das Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch. Zudem habe das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am Institutsstandort das Internationale Kompetenzzentrum für Fleischqualität (IKF) etabliert. "Auch mit diesem Institut wäre eine fruchtbare Zusammenarbeit der Mitarbeiter der LGL-Außenstelle zu erwarten", heißt es in dem Schreiben aus Kulmbach.


"Wäre deutliche Aufwertung"

Seit 2011 sei mit dem Bayerischen Kompetenzzentrum für Ernährung (KERN) eine weitere bundesweit einzigartige Einrichtung ansässig, die schwerpunktmäßig die Ernährungswirtschaft bei der Entwicklung neuartiger gesunder Lebensmittel unterstütze und die allgemeine Wertschätzung für Lebensmittel verbessere. Weiterhin sei die Staatliche Fachschule für Lebensmitteltechnik über die Grenzen des Freistaates hinaus Anziehungspunkt für Fach- und Führungskräfte in der Lebensmittel- und Fleischindustrie.


Impuls für Ostoberfranken

"Die aufgezeigten Einrichtungen belegen, dass in der Region Kulmbach bereits ein erhebliches theoretisches und praktisches Fachwissen im Bereich Lebensmittel und Ernährung vorhanden ist, das mit der Ansiedlung der geplanten Außenstelle des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit noch eine deutliche Aufwertung erfahren würde", so Schramm und Söllner, die hoffen, dass sich Horst Seehofer bei der Entscheidungsfindung im Kabinett für Kulmbach einsetzt. Im Zuge der Behördenverlagerung könnte es aus ihrer Sicht ein weiterer Impuls für Ostoberfranken gegeben werden.

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