Neuenmarkt
Großübung

Feuer im Seniorenheim - was nun?

Der Neuenmarkter Seniorenpark "Rosengarten" war Schauplatz einer Großübung. Fast 150 Rettungskräfte waren im Einsatz.
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Realitätsnah präpariert waren die "Brandopfer". Fotos: Werner Reißaus
Realitätsnah präpariert waren die "Brandopfer". Fotos: Werner Reißaus
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Ein "Brandmelder" löste am Samstagnachmittag kurz nach 14 Uhr im ersten Stock des Seniorenparks "Rosengarten" aus. Das war der Beginn einer Großübung mit annähernd 150 Rettungskräften und fast 30 Fahrzeugen von Feuerwehr und BRK.

Nach wenigen Minute trafen die Wehren von Neuenmarkt und Hegnabrunn als Erste ein, Kommandant Harald Fischer erkundete die Lage. Angenommen wurde, dass das Feuer in einem Zimmer ausgebrochen war, wobei sehr schnell klar wurde, dass mehrere Personen eingeschlossen sind. Aufgrund der prekären Lage musste dann auch die Alarmstufe auf "B 5" erhöht werden.

Zweite Drehleiter wäre notwendig

In der Folge wurden die Löschgruppen aus See und Schlömen sowie die Nachbarwehren Himmelkron, Bad Berneck, Marktschorgast, Wirsberg, Untersteinach, Lanzendorf, Trebgast und Fölschnitz alarmiert.
Der Gefahrenherd im ersten Stockwerk des Seniorenparks machte es außerdem notwendig, die Feuerwehr der Stadt Kulmbach mit der Drehleiter nach Neuenmarkt zu beordern. Die zweite Drehleiter, die laut Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein notwendig gewesen wäre, ließ man allerdings wegen der Bereitschaft am Standort Kulmbach.

Mit sieben Rettungsfahrzeugen war das Bayerische Rote Kreuz von Anfang an in die Großübung eingebunden. Die Aktiven richteten im rückwärtigen Garagenhof eine Sammelstelle für die Verletzten ein. Die Heimbewohner wurden von den Mitarbeitern in einen separaten Bereich gebracht. Um die Übung so realistisch wie möglich ablaufen zu lassen, stellten sich auch sieben Statisten für Übungszwecke zur Verfügung.

Um die verletzten Personen zu bergen, waren nicht weniger als 33 Atemschutzgeräteträger im Einsatz. Kommandant Harald Fischer übergab diese Aufgabe den jeweiligen Atemschutzleitern. Die Kommandanten der einzelnen Wehren wurden mit den verschiedenen Abschnitten betraut, beispielsweise die Wasserförderung aus einem Behälter im Gewerbegebietoder vom Hydranten in der Schulstraße.

Die "Manöverkritik" fand im Seniorenpark "Rosengarten" statt, wobei Kreisbrandmeister Bär noch einmal das gesamte Szenario in Erinnerung rief. Das Feuer brach im Aufenthaltsraum des ersten Stockwerks aus, weshalb auch umgehend die Alarmstufe erhöht werden musste. Hinzugezogen wurden auch der Fachberater des THW und Notfallseelsorger Bernhard Nehring von der Feuerwehr Kulmbach. Die Verkehrsregelung auf der Staatsstraße, die im Notfall gesperrt worden wäre, übernahm die Feuerwehr See. Mit dabei war auch ein Fahrzeug der Einsatzleitstelle unter der Führung von Peter Hochgesang.

Neben Kreisbrandrat Stefan Härtlein, Awo-Kreisgeschäftsführer Peter Konrad und dem Leiter der Rettungsleitstelle, Michael Martin, verfolgte auch Dritte Bürgermeisterin Patricia Lerner das Übungsgeschehen aufmerksam. Sie dankte am Ende den zahlreichen ehrenamtlichen Rettungskräften: "Ich finde, Sie machen einen großartigen Job. Sie opfern ihre Freizeit für wirklich verantwortungsvolle Aufgaben. Das ist großartig, und ich bin froh, dass wir in unserer Gemeinde vier Feuerwehren haben, auf die wir uns im Ernstfall verlassen können. Sie sind super schnell und ruckzuck da, und machen ihren Job in Ruhe und mit einer Selbstverständlichkeit, bei der man feststellen muss, das alles sehr organisiert und durchdacht aussieht. Da ziehe ich meinen Hut."

Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein würdigte auch das Entgegenkommen der Awo-Senioreneinrichtung. Der Kreisgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, Peter Konrad, hielt es für notwendig, dass auch am Beispiel dieser Einrichtung einmal der Ernstfall geprobt wird.

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