Kulmbach
Aktionswoche

Fehlerfreie Premiere der Jugend-Feuerwehr

Einen fehlerfreien Premieren-Einsatz absolvierte am Freitagabend die Jugend der Kulmbacher Feuerwehr: Bei einem angenommenen Gefahrgutunfall auf dem Betriebsgelände der Firma Drechsler demonstrierte der Nachwuchs auf Anhieb Können auch unter erschwerten Bedingungen.
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Das Erkundungsteam der Jugendfeuerwehr hat das Leck an einem der Gefahrgut-Container geschlossen. Fotos: Matthias Beetz
Das Erkundungsteam der Jugendfeuerwehr hat das Leck an einem der Gefahrgut-Container geschlossen. Fotos: Matthias Beetz
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Denn diesmal hatten die Jugendlichen nicht nur für eine rasche Löschwasserversorgung zum Brandeinsatz zu sorgen, sondern waren mit einer für sie noch unbekannten Sachlage konfrontiert, die den Einsatz von Schutzanzügen und ein besonders vorsichtiges Vorgehen erforderte.

Als Szenario hatten die beiden Jugendwarte Jens Hasselmeyer und Marius Dippold einen Fahrzeugcontainer vorgegeben, aus dem unkontrolliert eine undefinierbare Flüssigkeit entweicht.

Der Auftrag: Das Leck schließen, entlaufene Flüssigkeit abfangen, identifizieren und einen Schwelbrand ablöschen.

Die besondere Herausforderung: Zeitversetzt in Gruppen arbeiten, da der Sauerstoffvorrat begrenzt ist und nach dem Einsatz auch noch Spielraum (und Luft) für die Dekontamination durch Kollegen einzukalkulieren ist.

Die sechs Jugendlichen gingen zügig und gewissenhaft zu Werk.
Nach dem Anlegen der Chemikalienschutzanzüge und Atemschutzgeräte, die diesmal noch durch Einweg-Anzüge samt Mundschutz simuliert wurden, machte sich ein Erkundungsteam auf den Weg an die Unglücksstelle. Am Container wurde umgehend die Leckage verschlossen, ausgelaufene Flüssigkeit vor einem nahen Kanaleinlauf gestoppt und der Gefahrengrad der Ladung erkundet. Ergebnis: Die entwichene Flüssigkeit ist "nur" wassergefährlich.

Parallel dazu nahmen zwei ebenfalls mit Schutzanzügen und Atemschutz ausgerüstete Zweier-Teams die Bekämpfung eines Schwelbrandes vor. Nach 40 Minuten konnte Jens Hasselmeyer die Übung beenden.

Kreisbrandmeister Jürgen Hochgesang, Pressesprecher der Kulmbacher Feuerwehr, hatte wie Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein, Stadtbrandmeister Michael Weich, Kreisbrandmeister Peter Hochgesang und 3. Bürgermeister Frank Wilzok den Einsatz beobachtet und obendrein für die weitere Schulung dokumentiert. Dankbar zeigte er sich für das Entgegenkommen der Firma Drechsler, die den Gefahrgutunfall inszeniert hatte.

"Sehr gut, sauber und zügig gearbeitet", lautete das Fazit von Jugendwart Jens Hasselmeyer zur ersten Gefahrgutübung der Jugendwehr.
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