Kulmbach

Fast 100 Aussteller suchen Nachwuchs

Zum 24. Mal öffnet die Kontaktbörse am 12. Oktober ihre Pforten. Die Zeiten, in denen die Zahl der Bewerber die Ausbildungskapazitäten überstieg, sind längt vorbei.
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Bei der Ausbildungsmesse im Beruflichen Schulzentrum können Jugendliche in Berufe hineinschnuppern. Foto: Archiv/Barbara Herbst
Bei der Ausbildungsmesse im Beruflichen Schulzentrum können Jugendliche in Berufe hineinschnuppern. Foto: Archiv/Barbara Herbst
Die 24. Kulmbacher Ausbildungsmesse öffnet am Samstag, 12. Oktober, von 10 bis 14 Uhr im Beruflichen Schulzentrum ihre Pforten. Wie Landrat Klaus Peter Söllner betont, hat die Messe große Bedeutung für den gesamten Landkreis, aber vor allem für die jungen Menschen in der Region.

"Wir sind schon stolz darauf, dass die Messe über so viele Jahre so erfolgreich ist. Für die Vorbereitung läuft unglaublich viel Arbeit im Hintergrund." Neben dem Landratsamt Kulmbach nannte Söllner mit dem Arbeitskreis "Schule Wirtschaft" und dem Beruflichen Schulzentrum drei starke Akteure, die die Ausbildungsmesse nun schon im 24. Jahr mit Erfolg durchführen.

Prominente Gäste

Derzeit haben sich knapp 100 Aussteller für die Messe angemeldet.
Eröffnet wird sie um 9 Uhr von einem Mitglied der Bayerischen Staatsregierung, aller Voraussicht nach von Staatsministerin Emilia Müller.

Landrat Söllner, der auch Schirmherr der Ausbildungsmesse ist, verwies auf die Vorreiterrolle, die der Landkreis Kulmbacher für sich in Anspruch nehmen kann: "Ausbildungsmessen gibt es heute vielerorts. Wir in Kulmbach können aber für uns in Anspruch nehmen, Pionierarbeit geleistet zu haben. Die Ausbildungsmesse hat sich hervorragend entwickelt und ist mittlerweile zu einer festen Einrichtung geworden." Mit Blick auf die Vergangenheit stellte Landrat Klaus Peter Söllner fest, dass heute eine ganz andere Situation auf dem Ausbildungsmarkt herrscht als noch vor zehn Jahren: "Damals überstieg die Zahl der Bewerber die Ausbildungskapazitäten. Heute hat sich die Situation beinahe ins Gegenteil verkehrt. Wirtschaft, Handwerk und Dienstleister suchen intensiv nach guten und interessierten Nachwuchskräften."

Beispiel Klinikum

Klaus Peter Söllner nannte in diesem Zusammenhang als Beispiel das Klinikum Kulmbach. Dort gelte es, in den nächsten Jahren möglichst viel qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Schließlich wolle man den hohen Standard des Klinikpersonals auch zukünftig halten.

"Unsere Ausbildungsmesse ist nicht nur die älteste, sondern sicher auch eine der besten in ganz Franken", betonte Landrat Söllner und dankte dem Arbeitskreis "Schule Wirtschaft" mit den beiden Vertretern Michael Pfitzner und Hans-Peter Brendel für die großartige Zusammenarbeit und das große Engagement sowie allen Ausstellern.

Die Vermittlerrolle

Michael Pfitzner betonte, das die Zukunft in der Wirtschaft nur mit guten Mitarbeitern zu garantieren ist. Es gelinge aber zunehmend weniger, den Bedarf adäquat zu decken. Und auf der anderen Seite stünden junge Menschen, die bei der Suche nach dem geeigneten Beruf Hilfe benötigen. "Der Landkreis Kulmbach und der Arbeitskreis Schule Wirtschaft wollen hierbei helfen und ihren Beitrag leisten. Wir wollen beide Seiten zusammenbringen."

Laut Pfitzner ist es seit Jahren zu beobachten, dass es die persönlichen Gespräche vor Ort sind, die am Ende dafür ausschlaggebend sind, dass ein Ausbildungsverhältnis zu Stande kommt. "Der direkte Draht ist enorm wichtig."

Wirtschaft muss reagieren

Diese Tendenz unterstrich auch der Vertreter der Wirtschaft, Hans-Peter Brendel: "Die Wirtschaft muss auf die Auszubildenden zugehen. Ich finde es phänomenal, dass wir bis jetzt schon 93 Aussteller haben." Brendel lobte auch das Zusammenspiel mit dem Landratsamt und dem Schulzentrum.

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