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Kulmbach
Förderung

Familientreff Kulmbach bekommt 30.000 Euro im Jahr

Gute Nachricht für den Familientreff der Geschwister-Gummi-Stiftung: Die Einrichtung wird vom Familienministerium unterstützt.
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Elsbeth Oberhammer leitet den Familientreff in der Negeleinstraße. Foto: Archiv/Dagmar Besand
Elsbeth Oberhammer leitet den Familientreff in der Negeleinstraße. Foto: Archiv/Dagmar Besand
Von 2017 bis 2020 gibt es jährlich 30 000 Euro vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Das Geld stammt aus einem neuen Programm, das von der Regierung in Berlin aufgelegt wurde, erklärt der geschäftsführende Vorstand der Diakonie, Karl-Heinz Kuch. Ziel sei es, mit den Mitteln zusätzliche Angebote in der Jugendhilfe zu schaffen. Entwickelt würden diese Angebote mit dem Kreisjugendamt.

"Wir haben vorher mit unseren Fördergebern - unter anderem der Adalbert-Raps-Stiftung, den Rotariern und dem Landkreis - besprochen, ob wir uns für das Programm bewerben sollen", berichtet Kuch weiter. Es gab grünes Licht.


Hilfe in schwieriger Phase

Dass die Bewerbung erfolgreich war, freut natürlich die Leiterin des Familientreffs, Elsbeth Oberhammer. Mit dem zusätzlichen Geld könne ein Alleinerziehenden-Treff geschaffen werden, um Mütter und Väter in der schwierigen Phase nach einer Trennung zu unterstützen, stellt sie schon konkrete Überlegungen vor. Aus diesem Treff könne sich eine Selbsthilfegruppe entwickeln, ist die langfristige Hoffnung. Auch ein Angebot speziell für Väter soll geschaffen werden, "weil es für sie generell an Angeboten fehlt".

Ein weiterer Schwerpunkt soll auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund beziehungsweise Fluchtgeschichten gelegt werden. "Wir sind schon drin in dem Thema und können nun unser Angebot ausweiten", so Elsbeth Oberhammer. So könnte jungen Frauen aus Flüchtlingsfamilien im Familientreff eine Anlaufstelle geboten werden. Möglich seien interkulturelle Spielenachmittage, bei denen die Eltern über die Kinder ins Gespräch kommen.

Der Bundestag hatte am Donnerstag in zweiter und dritter Lesung über den Haushalt des Bundesfamilienministeriums beraten und die Mittel zur Förderung der Mehrgenerationenhäuser deutlich aufgestockt.

Die aus Untersteinach stammende Bundestagsabgeordnete Silke Launert (CSU), die Mitglied im Ausschuss für Familie, Frauen, Senioren und Jugend ist, ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Der Etat wird um 3,5 Millionen Euro auf nunmehr 17,5 Millionen Euro erhöht. Damit können künftig rund 100 weitere Mehrgenerationenhäuser unterstützt werden." Natürlich freut es die Abgeordnete, dass zu den Neubewerbern auch der Familientreff in Kulmbach gehört, der das Interessenbekundungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat. "Hier werden die zusätzlichen Mittel genau an der richtigen Stelle eingesetzt", schreibt Silke Launert.

Die Zukunft des Familientreffs sieht damit gut aus. Das war aber nicht immer so. Vor gut zwei Jahren stand die Einrichtung sogar vor dem Aus. Doch durch eine Spendenaktion, die auf große Resonanz gestoßen war, konnte eine Finanzierungslücke von rund 40 000 Euro geschlossen werden.

Knapp 50 000 Euro kamen zudem von Thomas Gottschalk, der das Geld in der RTL-Show "Die 2 - Gottschalk und Jauch gegen alle" gewonnen hatte.

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