Kulmbach
Ernennung

Ex-MGF-Schulleiter Vorleuter wird Ministerialbeauftragter

Das Kultusministerium bestätigt: Der ehemalige Schulleiter des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums, Harald Vorleuter, wird Beauftragter für die Gymnasien.
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Harald Vorleuter wechselt von einem Bad Tölzer Gymnasium zurück ins Administrative: Er wird Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken. Von 1995 bis 2002 war er am MGF-Gymnasium in Kulmbach. Foto: Archiv/dpa
Harald Vorleuter wechselt von einem Bad Tölzer Gymnasium zurück ins Administrative: Er wird Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken. Von 1995 bis 2002 war er am MGF-Gymnasium in Kulmbach. Foto: Archiv/dpa
Demnach tritt der 59-Jährige seine Stelle zum 1. August an. Vorleuters Dienstsitz ist das Jean-Paul-Gymnasium in Hof. Sein Vorgänger Edmund Neubauer geht in den Ruhestand. Vorleuter wirkte zuletzt als Direktor des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums in Bad Tölz.

Der promovierte Diplom-Psychologe Vorleuter studierte Sport, Sozialkunde und Psychologie für das Lehramt an Gymnasien. Den Kulmbachern ist er bekannt aus seiner Zeit am MGF-Gymnasium. Dort war er von 1995 bis 2002 zunächst als ständiger Stellvertreter und schließlich als Schulleiter tätig. Im Anschluss arbeitete er als Büroleiter der früheren bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU).


Zu Geldstrafe verurteilt

Bundesweit in die Schlagzeilen geriet Vorleuter im Jahr 2009: Damals verurteilte ihn das Münchner Landgericht in zweiter Instanz wegen Vorteilsannahme zu einer Geldstrafe von 8000 Euro auf Bewährung; zunächst hatte das Amtsgericht München auf die gleiche Geldstrafe ohne Bewährung entschieden. Der Vorwurf: Vorleuter hatte sich im Zusammenhang mit dem Rahmenprogramm bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und als Chef einer "Task Force" mehrerer Ministerien von BMW zum Formel-1-Rennen nach Monaco einladen lassen. Untergebracht war er demnach auf einer Luxusjacht.

In diesem Verhalten sah die Münchner Staatsanwaltschaft die gesetzeswidrige Annahme eines Vorteils durch einen Beamten. Vorleuter hingegen machte geltend, er sei als Vereinsvorsitzender unterwegs gewesen, um sich ein Bild von einem Rennsport-Event zu machen. Unlautere Aufgaben vermengt habe er dabei nicht.

Seine aktuelle Berufung in den Ministerialdienst wertete Vorleuter Medienberichten zufolge als Zeichen dafür, dass zwischen ihm und dem Ministerium "wieder ein Vertrauensverhältnis eingetreten ist". In seiner Funktion wird er zum Bindeglied zwischen Gymnasien und der übergeordneten Ministerialadministration. Er führt zugleich die Aufsicht über 34 oberfränkische Gymnasien. Reizvoll sei es für ihn zudem, Impulse zur pädagogischen Weiterentwicklungen zu geben und viel an den Schulen unterwegs zu sein.

Als wesentliches Thema wertet der 59-Jährige die Gestaltung der Rückkehr zum neunstufigen Gymnasium. Vorleuter selber galt übrigens als Verfechter des G8, dessen Einführung er damals noch unter der Ägide Hohlmeiers mit vorbereitete.
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