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Kulmbach
Spendenaktion

Es darf ein bisschen mehr sein

Die zwei Kulmbacher Lions-Clubs unterstützen die Tafel mit der Aktion "1+1". Und auch am Pfandautomat wird Geld gesammelt.
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"Kennen Sie schon unseren Spendenknopf?", fragt Heiko Kohrt. Ja, Gerald Eichner spendet regelmäßig. "Es kommt immer darauf an, wie viele Flaschen ich zurückbringe", sagt er. Seit Einführung des Spendenknopfes beim Pfandautomaten von Lidl sind sechs Millionen Euro zusammengekommen - und Elfriede Höhn von der Kulmbacher Tafel hat davon schon profitiert bei der Anschaffung eines Kühlfahrzeuges. Foto: Sonja Adam
"Kennen Sie schon unseren Spendenknopf?", fragt Heiko Kohrt. Ja, Gerald Eichner spendet regelmäßig. "Es kommt immer darauf an, wie viele Flaschen ich zurückbringe", sagt er. Seit Einführung des Spendenknopfes beim Pfandautomaten von Lidl sind sechs Millionen Euro zusammengekommen - und Elfriede Höhn von der Kulmbacher Tafel hat davon schon profitiert bei der Anschaffung eines Kühlfahrzeuges. Foto: Sonja Adam
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"Darf's ein bisschen mehr sein?" - mit dieser Frage bitten die Lions-Clubs Bayreuth-Kulmbach und Kulmbach-Plassenburg und die Jugendorganisation der Lions - die Leos - am morgigen Samstag zwischen 9 und 14 Uhr um Spenden für die Tafel. Und zwar beim Real-Markt und bei der Lidl-Filiale am Kreuzstein.
Der Sommer, wenn alle Welt im Urlaub ist, ist für die Tafeln besonders hart. Denn die Bedürftigen bleiben im Lande, aber die Lebensmittel, die ausgegeben werden können, sind rar. Denn natürlich disponieren die Supermärkte anders - und es bleibt einfach unterm Strich nicht so viel übrig wie sonst. "Deshalb sind wir froh, dass die Lions und Leos uns auch in diesem Jahr über die schwierige Jahreszeit hinweghelfen", erklärt Elfriede Höhn von der Kulmbacher Tafel.

"Die Aktion 1+1 funktioniert ganz einfach: Die Leute sollen einfach ein Produkt mehr kaufen und das dann in den Tafel-Wagen legen.
Und, wenn es dann nicht nur bei einem Produkt bleibt, ist das natürlich auch nicht schlimm", lacht Jörg Naumann vom Lions-Club Bayreuth-Kulmbach.

Naumann hofft, dass die Aktion wieder so erfolgreich wird wie im vergangenen Jahr. Damals waren mehr als 12 000 Artikel für die Kulmbacher Tafel zusammengekommen.


Vor allem Grundnahrungsmittel

"Uns geht es vor allem um haltbare Produkte wie Nudeln, Salz, Mehl, um die Grundnahrungsmittel, aber auch Kartoffelpüree, Konserven, Kaffee, Kekse und solche Sachen", erklärt Höhn. Diese Lebensmittel werden dann peu à peu an die Bedürftigen ausgegeben.

Beim Fototermin zur Ankündigung der Aktion war auch Heiko Kohrt, offizieller Tafel-Beauftragter der Lidl-Märkte, zugegen. Insgesamt betreut Kohrt 120 Märkte in Oberfranken, aber auch im Großraum Nürnberg, Würzburg und Bayreuth. "Wir können zum Beispiel Packungen mit Transportschäden oder Packungen, die leicht eingerissen sind, aber noch intakt sind, an die Tafeln weitergeben", so Kohrt. Und während der Lidl-Verantwortliche noch erklären möchte, wie wichtig die Unterstützung der Tafeln ist, drücken ihm einige Einkäuferinnen schon Nudeln, Mehl und anderes in die Hand.

"Ach, die Aktion kenne ich schon. Ich bringe wieder was mit", läuft auch Ingrid Breitenfelder an dem voll gepackten Einkaufswgen vorbei und verspricht, haltbare Lebensmittel hineinzulegen. Und natürlich hält sie ihr Versprechen.

"Da" streckt sogar die erst zwei Jahre alte Leni Ebert einen ihrer heißgeliebten Kekse vor. Auch sie will teilen. Und vorsorglich hat Mama Carolin Ebert zwei Packungen zu viel gekauft. "Ich gebe öfters was für die Tafel. Mit den Keksen habe ich vor allem an die Kinder gedacht. Die freuen sich", sagt Carolin Ebert. Sie ist Erzieherin in einem Kindergarten und hat früher bei der Geschwister-Gummi-Stiftung gearbeitet. Aus Erfahrung weiß sie, wie knapp das Geld in vielen Familien ist. "Es gibt mehr Problemfälle als man denkt", so Ebert.

Lidl unterstützt die Kulmbacher Tafel übrigens nicht nur mit der Lebensmittelaktion, sondern auch mit Spenden-Tasten an den Pfandrückgabestationen. Und da ist schon einiges zusammengekommen.
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