Kulmbach
Freigabe

Erste Autos rollen über den Kulmbacher Zentralparkplatz

Seit heute Nachmittag fahren Autos über den neuen Zentralparkplatz. Nun kann der Durchstich zwischen den beiden Tiefgaragen erfolgen.
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Nicht mehr komplett durch die Sutte, sondern ein Stück über den Zentralparkplatz wird seit Montagnachmittag der Verkehr gelotst. Fotos: Jochen Nützel
Nicht mehr komplett durch die Sutte, sondern ein Stück über den Zentralparkplatz wird seit Montagnachmittag der Verkehr gelotst. Fotos: Jochen Nützel
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Es brauchte nicht viel für die offizielle Freigabe der neuen Verkehrsführung beim Zentralparkplatz: Mitarbeiter der Baufirma Dechant versetzten zwei Bauzäune, während Ingo Wolfgramm, Leiter des städtischen Tiefbauamts, kurz die Fahrzeuge in der Spitalgasse stoppte. Dann hieß es "Verkehr frei" für die Autofahrer, die in den nächsten Monaten über die provisorische Durchfahrt gelotst werden.

OB Henry Schramm winkte persönlich die ersten Autos auf den neuen Pfad. Der verläuft parallel zur Stammberger-Halle und führt den Verkehr nach rund 100 Metern und einer Kurve wieder auf die Sutte zurück.


Keine Komplettsperrung

"Es war für uns keine Option, die Zufahrt komplett zu sperren. Insofern mussten wir uns eine Lösung überlegen, wie wir den Verkehrsstrom während der Bauphase leiten", sagte Schramm. Nun seien die Arbeiten der Firma Dechant in der Tiefgarage so weit gediehen, dass ein Teil der großen Baugrube mit einer Behelfsstraße überteert werden konnte. Zugleich ermögliche diese Lösung, dass der Durchstich von der Tiefgarage unter dem Zentralparkplatz zu der unter der Stadthalle "in einem Rutsch" durchgezogen werden könne.

Durch den Umzug des Bierfests auf das Brauerei-Gelände in der Lichtenfelser Straße hätten sich für die Großbaustelle andere Zeitabläufe ergeben, bekundete der ausführende Architekt Stephan Häublein. Ende 2017 sollen die Arbeiten in der Tiefgarage abgeschlossen sein - eventuell könne sie dann für den Verkehr freigegeben werden. Das hänge aber noch von diversen Prüfungen ab.


Unwägbarkeiten im Untergrund

Firmenchef Alois Dechant nennt den Bereich scherzhaft "Kulmbachs Rialto-Unterführung", wie er beim Ortstermin bekundete. Das liege auch daran, dass hier in bis zu sieben Metern Tiefe der verrohrte Kohlenbach verläuft. Doch nicht allein der Bach sowie das Kabel- und Schachtgewirr im Untergrund machten die Arbeiten kompliziert. "Es war nicht zu erwarten, dass wir uns durch 1,90 Meter dicken Beton graben müssen."
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