Kulmbach

Erfolg mit "Broudwerschd, Bier und Blosmusik"

Die "Kulmbocher Stollmusikanten" und ihre Gäste zeigten sich bei "Broudwerschd, Bier und Blosmusik" wieder von ihrer besten Seite.
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Die "Kulmbacher Stollmusikanten" wissen, wie sie ihr Publikum glücklich machen. Foto: Werner Reißaus
Die "Kulmbacher Stollmusikanten" wissen, wie sie ihr Publikum glücklich machen. Foto: Werner Reißaus
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"Broudwerschd, Bier und Blosmusik" war am Wochenende im TSV-08-Sportheim im Katzbachtal wieder angesagt, und die "Kulmbocher Stollmusikanten" zeigten sich bei der 12. Auflage wieder von ihrer besten Seite. Das "BBB" lockte zahlreiche Besucher - die Veranstaltung war an beiden Abenden nahezu ausverkauft.

Es ist eine gute Gepflogenheit der "Kulmbocher Stollmusikanten", sich zu diesem Event auch musikalische Gäste einzuladen. In diesem Jahr war es der "Hochstadter Dreig'sang" aus dem Chiemgau, der mit "Schorsch" Rupp ein echtes Original dabeihatte. Die drei gestandenen Männer aus Oberbayern waren mit ihrem Gesang eine echte Bereicherung und ihr "Macher" Georg Rupp verstand es gekonnt, wahre und sicherlich auch erfundene Geschichten aus seiner Heimat zu erzählen.

Mit einer schmissigen Polka stimmten die "Kulmbocher Stollmusikanten" die Besucher auf das Programm ein. Die große Stärke der fünf Musikanten mit Roland Schaller und Jürgen Friedrich, beide exzellente Klarinettisten, Norbert Zimmermann am Flügelhorn, Wolfgang Pietsch am Tenorhorn und Guido Rothe an der Tuba ist die gepflegte Blasmusik, die sie nicht nur leidenschaftlich, sondern auch auf einem hohen Niveau spielen.

Hinzu kommt, dass die meisten Musikstücke von Roland Schaller selbst arrangiert werden. Wie etwa das Begrüßungslied: "Es ist schön...". Oder das Lied von der "Wampn", bei dem Roland Schaller und Jürgen Friedrich trefflich kokettierten konnten: "Ich hob a mordsdrum Wampn, die zeig ich gerne her, und wenn ich ned die Wampn hätt, wär ich scho Millionär."


"Die Zeit ist stehen geblieben"


Dann war der "Hochstadter Dreig'sang" an der Reihe, und "Schorsch" Rupp erinnerte daran, dass er und seine beiden Sänger Florian und Ludwig Bernlechner (Vater und Sohn) schon einmal bei dem "BBB" zu Gast waren: "Es hat sich gar nicht viel verändert, irgendwie ist die Zeit hier stehen geblieben." Und warum die drei Männer schon seit vielen Jahren zusammen singen, das brachte der "Schorsch" auch gleich auf einen Nenner: "Wir drei, wir sind so Leit', wir ham am Singa recht vill Freid'."

Der "Hochstadter Dreig'sang" tritt in dieser Besetzung schon zehn Jahre auf. Die Stärke der drei Künstler liegt im Singen von oberbayerischem Liedgut. "Schorsch" Rupp: "Wir singen lustig. Uns gefallen einfach lustige Lieder vom Bier und die Weiberleit'. Mit diesen Liedern fühlen wir uns wohl." Kennengelernt haben sich die Sänger bei einem Musikseminar. Bei diesem Blasmusikseminar in Holzhausen am Ammersee trafen sie auch auf die heutigen Freunde aus Kulmbach, Roland Schaller und Jürgen Friedrich.

Roland Schaller berichtete, dass die Wissenschaft mittlerweile festgestellt habe, dass der Mensch "pro Seidla" Bier seine Lebenserwartung um neun Minuten verkürzt. "Ich habe mir das einmal grob überschlagen: Ich bin eigentlich schon 1629 gestorben."

Recht lustig ging es weiter mit dem Musikstück "Die Galle" nach der Melodie des bekannten Schlagers "Pigalle" aus dem Pariser Rotlichtviertel und dem Arrangement von Roland Schaller "Bassd, waggld und hod Lufd". Weitere Stücke waren "Maschin`scho putzt", "Liederlicher Lump", "Su sind die Leid in Frang'n" mit dem Refrain: "In Frang'n dou sind die Leit, fränkisch und frei, mir machen des, wos mer wolln, uns red kaaner nei." Zum Schießen das Stück "Mei Herz, das ist ein Bienenhaus" oder zumguten Schluss: "Herr Wirt, was semmer denn schuldig? Ober zohln domm mer net!"

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