Kulmbach

Abitura: Eine Welt voller Möglichkeiten

Bei der Berufsorientierungsmesse Abitura nutzten viele Schüler der Kulmbacher Gymnasien die Chance, sich über ihre Zukunftschancen zu informieren.
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Luisa Pöhlmann (16) ist in der 11. Klasse der Gesamtschule Hollfeld. Nach dem Abitur will sie zur Bundespolizei. Carsten Litt freute sich über das Interesse. Auch die Imagekampagne der Bundespolizei kam bei den Jugendlichen gut an: "Rohdiamant gesucht" oder "Mit dem Helikopter zur Arbeit?" stand auf den frechen Plakaten. Foto: Sonny Adam
Luisa Pöhlmann (16) ist in der 11. Klasse der Gesamtschule Hollfeld. Nach dem Abitur will sie zur Bundespolizei. Carsten Litt freute sich über das Interesse. Auch die Imagekampagne der Bundespolizei kam bei den Jugendlichen gut an: "Rohdiamant gesucht" oder "Mit dem Helikopter zur Arbeit?" stand auf den frechen Plakaten. Foto: Sonny Adam
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Die Berufsmesse für Abiturienten ist eine gute Sache - das war das Fazit, das die Schüler der Kulmbacher Gymnasien und der Fachoberschule sowie Lehrer, Aussteller und Vertreter von Hochschulen und Firmen einhellig zogen. In diesem Jahr fand die Abitura im Caspar-Vischer-Gymnasium statt.

Durch die Weitläufigkeit des CVG stand den Ausstellern reichlich Platz zur Verfügung, so dass jede Firma, jede Hochschule, jede Institution die Gelegenheit hatte, interessierte Schüler auf breitem Raum zu informieren. Nicht nur Gymnasiasten, die in diesem Jahr Abitur machen, kamen, sondern bereits Schüler ab der neunten Klasse waren eingeladen, die Vielfalt der Möglichkeiten zu entdecken, so die Schulleiterin des Caspar-Vischer-Gymnasiums, Ulrike Endres.

In diesem Jahr stellten fast 90 Firmen, aber auch viele Hochschulen und Bildungseinrichtungen aus. "Ich finde, wir haben hier eine gute Ausgewogenheit an Hochschulen, an Fachschulen, an Unternehmen. Die Schüler und Eltern können sich wirklich umfassend informieren", sagte Endres.

Das fanden auch die Schüler. Anna-Lena Müller (15) und Marlene Hubmann (15), die aktuell die neunte Klasse des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums besuchen, vertieften sich in den Standplan. "Wir haben eigentlich noch keine genaue Vorstellung, was wir später mal machen wollen", sagte Anna-Lena. Doch sie interessiert sich für Musik. "Ich spiele Querflöte und überlege, ob ich vielleicht Musik zu meinem Beruf machen könnte. Aber Medizin würde mich auch interessieren", sagte Anna-Lena.

Marlene Hubmann ist sich schon sicher, dass sie nach dem Abitur auf jeden Fall studieren möchte. "Vielleicht würde mich Architektur interessieren. Aber ich schaue mir jetzt ganz verschiedene Berufe an", sagt sie.
Zur Eröffnung der Abitura 2017 waren auch der Schulleiter des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums, Horst Pfadenhauer, Oberbürgermeister Henry Schramm und Landrat Klaus Peter Söllner sowie Clemens Dereschkewitz als Vertreter der IHK gekommen.

Jörg Lehmann von der Kulmbacher Brauerei überraschte mit einem sehr persönlichen Eröffnungs-Statement. Lehmann stellte die Möglichkeiten, die es in Oberfranken gibt heraus, und betonte, dass der ländliche Raum viele Vorteile gegenüber Ballungsräumen bietet.


Luisa weiß, was sie will

Während die meisten Schüler - viele gemeinsam mit ihren Eltern - einfach Informationsmaterial sammelten, gab es auch einige, die schon konkrete Vorstellungen hatten: "Ich möchte auf jeden Fall zur Bundespolizei. Ich habe schon viel über die Ausbildung gelesen",sagte Luisa Pöhlmann (16), die gezielt den Stand der Bundespolizei ansteuerte. Carsten Litt erzählte dort von dem breit gefächerten Aufgabenfeld. Auch er hat sich bei einer solchen Ausbildungsmesse über den Beruf informiert, war selbst in Bosnien, in Botschaften, beim Personenschutz und im Bundeskriminalamt tätig. "Aktuell sind Grenzen und Flughäfen unsere Schwerpunkte", sagt Litt.

Für Abiturienten gibt es bei der Bundespolizei die Möglichkeit, ein duales Studium zu absolvieren. "Mich würde der Beruf interessieren, weil ich gerne dabei helfen würde, Recht durchzusetzen", sagte Luisa. Auch die freche Werbung der Bundespolizei zog viele Jugendliche an: "Rohdiamant gesucht" oder "Wer will mit dem Helikopter zur Arbeit fliegen?" stand auf den blauen Plakaten.


Studium oder doch ins Handwerk?

Bei der Abitura stellten sich auch Handwerksbetriebe vor. "Abitur und Handwerk - das geht zusammen", sagte Günther Stenglein von der gleichnamigen Zimmerei. "Das Handwerk stellt sich nicht hingen an, sondern mischt auch bei der Berufswahl von Abiturienten mit", betonte auch Hans-Peter Schwender aus Thurnau.
Neben den vielen Firmen, präsentierten sich bei der Abitura zudem Hochschulen und Fachschulen. Zum ersten Mal war beispielsweise die Universität Eichstätt dabei. "Vor allem Psychologie und Kunstpädagogik, aber auch die Lehramtsstudiengänge interessieren die Leute", sagte Stephanie Böß von der Uni in Eichstätt.

Richter Christoph Berner präsentierte Berufe in der Justiz, Zahnärzte und Mediziner plauderten aus ihrer Berufswelt. Und die Wirtschaftsjunioren initiierten ein Job-Speed-Dating.

Bei der Abitura war für jedes Interessensgebiet mindestens ein Berufsfeld dabei. Und viele Bald-Abiturienten staunten, welche Möglichkeiten es in der Region gibt.

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