Kulmbach

Eine Frage des Anstands

Einen Moment nicht aufgepasst - und schon ist es passiert. Beim Einparken das Nachbarauto gerammt. Was dann passiert, ist eine Frage des Anstands.
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Nachdem eine 25-jährige ins Schleudern geriet mussten mehrer Autos ausweichen. Dabei stießen zwei Autos zusammen und eine Frau wurde schwer verletzt. Symbolbild: djd/Itzehoer Versicherungen
Nachdem eine 25-jährige ins Schleudern geriet mussten mehrer Autos ausweichen. Dabei stießen zwei Autos zusammen und eine Frau wurde schwer verletzt. Symbolbild: djd/Itzehoer Versicherungen
Das passiert jeden Tag, und diesmal war eine junge Frau aus dem Landkreis der Pechvogel. Das Auto, das sie bei ihrem Manöver demoliert hat, ist meins. Sichtlich geknickt erwartet sie mich, als ich wenige Minuten später vom Einkaufen zurückkomme, beichtet ihr Missgeschick und entschuldigt sich.

So gehört es sich, aber selbstverständlich ist es leider nicht. Jede Woche veröffentlichen wir in der Rundschau Meldungen, dass die Polizei Zeugen derartiger Vorfälle sucht, weil sich die Verursacher einfach aus dem Staub gemacht haben - in der Hoffnung, dass sie niemand beobachtet hat. Nicht wenige kommen damit durch.

Das ist natürlich extrem ärgerlich für den Besitzer eines ramponierten Autos, der auf dem Schaden sitzen bleibt. Und dieser kann selbst bei kleinen Unfällen ganz schön ins Geld gehen.

Werden die Übeltäter allerdings erwischt, wird's für sie teuer - mit Recht! Gerichtskosten und Strafen zahlt die Kfz-Haftpflicht logischerweise nicht, kleine oder größere Schäden an fremden Autos dagegen schon. Deshalb ist die Versicherung ja auch Pflicht.

Ich bin froh, dass ich an eine anständige und sehr nette Unfallgegnerin geraten bin. Es ist nur ein Sachschaden, niemand verletzt, Schuldfrage geklärt. Adressen und Versicherungsdaten austauschen, Schaden fotografieren, den Rest erledigen Versicherung und Werkstatt. Glücklicherweise lässt sich so etwas manchmal doch noch regeln, ohne die Polizei zu bemühen und auf Zeugen zu hoffen.
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