Kauernburg
Burggeflüster

Eine Frage der Prioritäten

Schwein müsste man sein - zumindest, wenn man auf dem Kulmbacher Dörnhof leben darf.
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Glücklich im Schweineparadies Foto: Matthias Hoch
Glücklich im Schweineparadies Foto: Matthias Hoch
Den ganzen Tag mit den Artgenossen herumtoben, fressen, was, wann und so viel man möchte, sich zwischendurch im Schlammbad abkühlen. Herrlich! Auch diese Schweine landen irgendwann als Braten oder Wurst in der Küche, aber bis es soweit ist, haben sie das schönste Leben, das schwein haben kann.

Der Besuch dort hat mich sehr beeindruckt - vor allem der Idealismus der beiden Pächter. Tiere artgerecht aufzuziehen, eigenes Gemüse anzubauen und alles in Schuss zu halten, ist eine Menge Arbeit für zwei Leute, vor allem dann, wenn diese ihren Lebensunterhalt noch in anderen Berufen verdienen müssen.

Trotzdem widmen sie sich ihrem Projekt mit großem Enthusiasmus und geben ein gutes Beispiel, wie man nicht nur von Überzeugungen redet, sondern auch danach handelt.

Wie oft sagen wir, dass wir auf artgerechte Tierhaltung und Bio-Gemüse Wert legen - und kaufen dann trotzdem die billigere, konventionell
erzeugte Ware? Weil wir es uns nicht leisten können? Das trifft für manchen Haushalt mit Mini-Budget sicher zu. Für die meisten gilt aber eher, dass wir es uns nicht leisten wollen.

Wir haben die Wahl und können täglich neu entscheiden, was uns wichtiger ist: ein aktuelles Handy, ein größerer Fernseher, eine Reise - oder die beste Qualität auf dem Teller.
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