Harsdorf

Ein Dankeschön von Vater Staat

Wer sich 40 Jahre lang aktiv dem Brandschutz verschrieben hat, darf kostenlos im Feuerwehrheim Bayrisch Gmain Ferien machen. Wilfried Löwinger und Emil Hofmann haben dieses Privileg genossen.
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Zwei langjährige Aktive aus dem Landkreis Kulmbach erholen sich - ganz nah bei ihrem Idol St. Florian - im Feuerwehrheim Bayrisch Gmain: Wilfried Löwinger (rechts) und Emil Hofmann. Fotos: Horst Wunner
Zwei langjährige Aktive aus dem Landkreis Kulmbach erholen sich - ganz nah bei ihrem Idol St. Florian - im Feuerwehrheim Bayrisch Gmain: Wilfried Löwinger (rechts) und Emil Hofmann. Fotos: Horst Wunner
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Es war eine schöne Woche, nicht nur wegen des Wetters mit stahlblauen Himmel. Auch sonst stimmte alles, die Übernachtung, das Essen und die Freundlichkeit des Service.Wilfried Löwinger, bekannt auch als Kreisvorsitzender des Kulmbacher Bauernverbandes, und Emil Hofmann, beide aus Harsdorf, schwärmen von ihrem Aufenthalt in Bayrisch Gmain, dem Dorf bei Bad Reichenhall.

Sie bekamen für acht Tage einen Freiplatz im bayerischen Feuerwehrerholungsheim St. Florian, das herrlich auf einer Anhöhe gelegen ist, mit dem Predigtstuhl (1613 Meter) im Blick. Weil sie mindestens 40 Jahre Dienst geleistet und sich als Aktive diesem nicht leichten Amt verschworen haben. So wie viele Kollegen, ohne die das Ehrenamt im Feuerwehrwesen nicht möglich wäre.
Daher hat der Bayerische Staat seit 2014 für diesen Personenkreis neben dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold ein extra Dankeschön eingeführt.

Die beiden Männer aus dem Landkreis Kulmbach, die ihre Frauen dabei hatten (die den Aufenthalt natürlich bezahlten), bezeichnen das Haus mit Hotelcharakter und Restaurant eine gute Adresse, "eine Supereinrichtung, die mit Hallenbad, täglich angebotenen Ausflügen und Wanderungen auch etwas für die Seele tut".


"Etwas greifbar Nützliches"

Wilfried Löwinger, ein erfahrener Aktiver mit 18 Jahren Kommandantentätigkeit auf dem Buckel und dem Titel des Ehrenkommandanten der Harsdorfer Wehr ausgestattet, sieht in der Einladung eine echte Anerkennung: "Das ist etwas greifbar Nützliches, nicht nur zum ans Revers stecken." Da hätten die Verantwortlichen im Münchner Innenministerium einmal eine gute Entscheidung getroffen. Um im gleichen Moment anzufügen: "Wenn ich so zurückblicke, wird von den Dienstleistenden jetzt schon mehr verlangt als früher, was das Wissen betrifft. Aber leider hat auch die Bürokratie zugenommen."

Hofmann, stets ein einfacher Dienender seiner Wehr, aber immer einsatzbereit, hat vor allem die traumhafte Umgebung begeistert: "Es war - meist bei Sonnenschein - wie eine Reise ins Glück". Die zwei Frauen nickten zustimmend und meinten: "Fein, dass unsere Männer für ihre ehrenamtliche Arbeit eine solche Belohnung bekommen haben."

Dass die beiden Ehepaare miteinander in Gmain waren, ist eher dem Zufall geschuldet. Sie hatten getrennt gebucht, verstanden sich aber prima. "Im eigenen Dorf kommt man ja nicht so oft zusammen."

Was ihnen besonders im Gedächtnis bleibt: Die alpenländischen Weihnachtsmärkte, das Adventssingen im Festspielhaus in Salzburg und atemberaubende Ausblicke vom Gipfel. Die Bootsfahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä und der Abstecher in den Malerwinkel Ramsau. Außerdem eine Fahrt mit der Schafbergbahn vom Wolfgangsee auf 1000 Meter.


Krampusse beim Adventsabend

Ein bisschen furchterregend waren die wilden Krampusse in Tierfellen und mit lautstarken Schellen, die den Wehrleuten beim adventlichen Abend im Feuerwehrheim die Leviten lasen, jedoch versöhnlich deren ehrenamtliche Tätigkeit lobten.

Übrigens: Aktive aus dem ganzen Freistaat waren da. Fazit von Wilfried Löwinger und Emil Hofmann: Man kann diese acht Tage unbedingt weiterempfehlen, langjährige Feuerwehrleute sollten das Angebot nutzen.

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