Kulmbach
Wasserspaß

Drachenboote paddeln in Kulmbach um die Wette

Beim 5. Drachenbootrennen haben die Kulmbacher keine Chance, dachten sich viele. Denn mit den Hofer Drachen, die ständig trainieren, ging eine Profi-Mannschaft an den Start. Doch dann kam alles anders.
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Voller Einsatz: Motor Tequila gibt alles - am Ende reicht es für den dritten Platz.  Foto: Sonja Adam
Voller Einsatz: Motor Tequila gibt alles - am Ende reicht es für den dritten Platz. Foto: Sonja Adam
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Das Wetter beim 5. Drachenbootrennen war wieder mal nur was für Hartgesottene: mäßige Temperaturen und dazu noch Regenschauer. Trotzdem gingen 13 Teams auf dem Weißen Main beim Freibad an den Start und kämpften im Drachenboot um die Wette. "Zunächst hatten sich 15 Mannschaften angemeldet, aber zwei mussten kurzfristig absagen: eine wegen Krankheit, und das THW wurde zu einem Einsatz gerufen", so Organisator Sascha Seitz, Leiter der Freizeitbetriebe Kulmbach.

Sechs Frauen an Bord

Die Strecke, die die Drachenboote auf dem Weißen Main zurücklegen mussten, war wieder 180 Meter lang. Absolute Favoriten waren die Hofer Drachen. Denn hinter dieser Mannschaft, die in gelben T-Shirts anrückte und sogar ihre eigenen Paddel mitbrachte, stecken Profis. Die Hofer haben selbst Drachen-boote und trainieren regelmäßig auf dem Untreusee: einmal pro Woche mindestens. "Aber für uns gilt wie für alle anderen auch: Dabeisein ist alles", sagt Manfred Thiem und macht auf Understatement. Und Stefan Albl relativiert die Favoritenrolle der Hofer: "Na ja, wir haben sechs Frauen im Boot. Das ist natürlich eine Frage der Kraft."

Ebenfalls neu dabei waren die Hofmann Iron Vikings von Metallbau Hofmann. Sie hätten einen Sonderpreis verdient gehabt - für das beste Ganzkörperdesign. Denn während der Fahrt stand einer auf: Michael Ott präsentierte seine Tattoos. Hinterher war er ein fairer Verlierer: "Wir haben das ja noch nie gemacht. Aber wir waren sicher die Mannschaft, die am meisten Spaß hatte."

Die Stadtwerke schickten heuer gleich zwei Teams aufs Wasser: die Piraten und die Dragons. Und Raps hatte auch aufgestockt und trat mit einem Power Boat und mit einem Fun Boat an. Nicht fehlen durften das BRK von der Blaulichtfraktion, das Therapie-Zentrum Höhler und die Bergo-Dragon-Kruh.

Laut, lauter, Motor Tequila

Die lauteste Mannschaft stellte - wie immer - Motor Tequila. Unaufhörlich brüllten die Drachbootfahrer ihren Schlacht- ruf: "Wir sind Motor - und ihr nicht!" Doch letztlich machten erneut die ATS-Schwimmer das Rennen. Sie lagen immer unter der 40-Sekunden-Marke und hatten schließlich die Nase um 18 Hundertstel vor den Stadtwerke-Piraten vorn. Motor Tequila landete - angespornt vom eigenen Schlachtgesang - auf Bronze-Platz.
"Wenn man sieht, wie viel Spaß die Teams und die Zuschauer haben, muss man einfach sagen, dass das Drachenbootrennen eine gelungene Sache ist", freute sich auch Oberbürgermeister Henry Schramm über die Mega-Veranstaltung im Schwimmbad.

Seitz verabschiedet sich

Sascha Seitz hatte nicht nur die Organisation der Veranstaltung übernommen, sondern sprang auch noch als Moderator in die Bresche. Doch er sucht neue berufliche Herausforderungen - für ihn war es also das letzte Drachenbootrennen in Kulmbach.

Und noch eine Neuerung gab es: Die Bands der Gößmannsreuther Schule luden nach dem Rennen zu einer Rock-Nacht im Freibad und heizten den Besuchern richtig ein.
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