Neudrossenfeld

Die Überraschung ist dem Neudrossenfelder Chor gelungen

Trotz personeller Nöte bescherte der Gesangverein Neudrossenfeld einem begeisterten Publikum ein mitreißendes Musikerlebnis. Dazu hatte der Chor auch zahlreiche Instrumentalisten eingeladen.
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Der Neudrossenfelder und Langenstadter Chor vereint: Die beiden Ensembles verstanden sich prächtig. Foto: Horst Wunner
Der Neudrossenfelder und Langenstadter Chor vereint: Die beiden Ensembles verstanden sich prächtig. Foto: Horst Wunner
Dass man so schön auf Weihnachten eingestimmt werden kann, damit war für die Besucher nicht zu rechnen. Denn der Gesangverein Neudrossenfeld ist in einer schwierigen Lage, hat Probleme, genügend Aktive zu finden. Aber sonst scheint der Chor hellwach. Überzeugend jedenfalls präsentierte er in der Dreifaltigkeitskirche ein adventliches Singen mit zahlreichen Instrumentalisten. Es waren eineinhalb Stunden von guter Qualität, abwechslungsreich, sehr besinnlich und die Freude auf das Fest spüren lassend.
Pfarrer Elmar Croner sagte zu Beginn, "Freuen Sie sich auf einen Genuss" und man muss ihm recht geben. Zusammen mit dem Langenstadter Chor unter der Leitung von Fang Zhang wusste die Sängerschar voll zu überzeugen, ausgewogen und stimmlich auf der Höhe intonierte sie die Liedbeiträge, die vorwiegend fränkischen Charakter trugen, bekannt sind und leicht ins Ohr gehen.

Der 30 Interpreten zählende Chor bestach mit vollem Volumen und auch zarter, beseelter Tiefe. Und dann gab es ja noch das Septett, das sich vierstimmig sogar an eine Komposition von Johann Sebastian Bach wagte: seriös, einfühlsam, gelungener Wechselgesang. Es dirigierte Jürgen Schönauer.
Eine wahre Bereicherung des Programms waren die Auftritte von Carolin Oschmann an der Piccolo-Flöte mit herrlich jubilierendem Ton. An der Orgel zeigten Magdalena Helferich und Jürgen Schönauer solides Können. Und im Duett überzeugten die Flötistin Elke Haagen mit Ruth Hermsdörfer am E-Klavier: Die Sonate III von Georg Friedrich Händel in fünf Sätzen spiegelte die Tonintervalle köstlich und brachte eine leicht beschwingte Note ins Spiel. Später sandte oben von der Empore Friederike Schaumkell mit ihrem Waldhorn klare, lupenreine Botschaften aus. Elke Haagen gab dem oft gehörten "Stille Nacht, Heilige Nacht" variantenreich moderne Strukturen, so kann man das Lied ohne zu viel Gefühlsduselei angenehm auf sich wirken lassen .
Überreicher Beifall, er wollte gar nicht mehr aufhören, belohnte die Leistungen, den Ablauf hatte Vorsitzende Christa Häußinger fein arrangiert. Die Weihnachtskonzerte in der Kirche sind immer zu empfehlen.

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