Kulmbach
Naturschutz

Die Kinder als Botschafter für die Umwelt

In der Stadt Blumen pflanzen oder Bio-Bauernhöfe, Seen und Wälder besuchen um die heimischen Tiere zu erkunden - diese Ideen haben Sabine Mücke und Franziska Schumm für die neue Kinder- und Jugendgruppe des Bund Naturschutz, die in Kürze gegründet werden soll.
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Die Umweltschule "SchlöNZ" wird in Zukunft auch ein Treffpunkt für die Jugendgruppe sein.  Foto: Wolfgang Schenker
Die Umweltschule "SchlöNZ" wird in Zukunft auch ein Treffpunkt für die Jugendgruppe sein. Foto: Wolfgang Schenker
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Die beiden werden die Gruppe leiten und sind jetzt schon Feuer und Flamme.

Es liegt den beiden besonders am Herzen, Kindern eine Plattform zu bieten, auf der sie ihr Interesse an der Natur ausleben können. "Wir wollen den Kindern vermitteln, dass ihre Ängste und Sorgen ernst genommen werden," sagt Schumm und fügt hinzu: "Außerdem wollen wir ihnen zeigen, dass ihre Meinung besonders beim Thema Umweltschutz sehr interessant ist."

Jugendarbeit hat lange Tradition

Schon seit vielen Jahren setzt sich der Bund Naturschutz für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein. "Jugendgruppen haben bei uns eine lange Tradition. Schon Ende der neunziger Jahre gab es die bei uns", erklärt Wolfgang Schenker, Vorsitzenden des Bund Naturschutzes. Zur Zeit bietet die Umweltschule "SchlöNZ" Veranstaltungen für Kinder und sorgt auch für ein Ferienprogramm.
Jetzt will man wieder eine feste Jugendgruppe ins Leben rufen. "Man muss bei den Kindern ein Bewusstsein für die Natur und den Umweltschutz schaffen, an das sie sich später, wenn sie Erwachsen sind, wieder zurück erinnern und an ihre Kinder weitergeben können", erklärt Schenker.

Angebot für Groß und Klein

Welche Projekte sie tatsächlich anbieten, wollen Sabine Mücke und Franziska Schumm zusammen mit den Kindern und Jugendlichen entscheiden.

Allgemein sollen sich die Aktivitäten aber in zwei Bereiche gliedern: Für die kleineren Mitglieder im Alter von neun bis elf Jahren wird man eher praktische und anschauliche Aktionen anbieten. Beispielsweise kann man den Kindern heimische Pflanzen und Tiere zeigen oder mit ihnen zusammen das Stadtbild verschönern. "Ich denke da an urban gardening", so Mücke, um meint damit das Bepflanzen von Grünflächen mitten in der Stadt. "Das macht den Kindern sicher riesig Spaß."

Politische Aktivitäten

Für die älteren Teilnehmer werden politische Aktivitäten angeboten. Sie können lernen, wie man Politiker von den eigenen Ideen und Anregungen bezüglich des Naturschutzes überzeugen kann.
"Die Kinder sollen Botschafter für die Umwelt werden", erklärt Mücke.

Nächsten Dienstag geht´s los

Am Dienstag, 17. März, findet um 16 Uhr das erste Treffen der Jugendgruppe im Umweltbüro in der Oberen Stadt statt. "Jeder der sich dafür interessiert ist herzlich eingeladen", sagt Schumm.
Ab dann sollen zwei mal im Monat Treffen mit den festen Mitgliedern stattfinden.
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