Blaich
Ehejubiläum

"Diamanten" im Hause Baumgartner: Beim Tanzen hat's gefunkt

Herta und Reinhardt Baumgartner feierten am 1. April diamantene Hochzeit. Ein Paar sind beiden sogar schon fünf Jahre länger.
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Zur Feier des Tages bekommt Herta Baumgartner von ihrem Reinhardt einen Schmatzer.  Foto: Sonja Adam
Zur Feier des Tages bekommt Herta Baumgartner von ihrem Reinhardt einen Schmatzer. Foto: Sonja Adam
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Natürlich hat Reinhardt Baumgartner den Moment nicht vergessen, als er seine Frau Herta kennenlernte. "Ich weiß noch genau, dass das Ostern 1951 war, beim Tanz in Neustädtlein", erzählt der in Kulmbach als Schuhmachermeister, langjähriger SPD-Stadtrat und Versicherungsmakler bestens bekannte Jubilar. "Er hat mich angesprochen, wir haben miteinander getanzt", fügt Herta Baumgartner noch hinzu.


Am Bahnhof übernachhtet


Doch so einfach waren die Bedingungen für ein junges Paar in der damaligen Zeit nicht. "Meine Schwiegermutter war sehr streng. Wenn ich meine Herta in Dörnhof bei Eckersdorf besucht habe und zwei Tage Zeit hatte, dann durfte ich nicht einfach dort schlafen. Ich habe mir dann immer ein Ticket für den Zug gekauft und am Bahnhof übernachtet", erzählt Baumgartner von den Anfängen der Beziehung, die ein glückliches Ende fand.
1956 gaben sich Herta und Reinhardt Baumgartner das Jawort. Ganz in Weiß waren die beiden ein strahlend schönes Paar. Nur ein Wunsch der Braut erfüllte sich nicht: der Traum von einem großen Rosenstrauß. "Die Rosen waren zu teuer, deshalb hab' ich Nelken genommen", erzählt sie.

Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Frank (59), Roland (56) und Isolde (54). Und sieben Enkel zwischen 18 und 33 gehören inzwischen auch zur Familie.

Natürlich feierten sie das diamantene Ehejubiläum mit der ganzen Familie und vielen Gästten. Bürgermeister Stefan Schaffranek übermittelte die Glückwünsche der Stadt. Christina Flauder gratulierte für den Landkreis . Und sogar die Landtagsvizepräsidentin Inge Aures gab sich die Ehre. Auch Hans Werther kam vorbei.


Echtes SPD-Urgestein


Reinhardt Baumgartner ist ein echtes SPD-Urgestein. Von 1972 bis 2002 saß er für die SPD im Stadtrat. Doch damit nicht genug. Baumgartner war immer ein Mann des Ehrenamts, er war Obermeister und Landesinnungsmeister der Schuhmacher und ehrenamtlicher Sozialrichter. "Als ich in Kulmbach angefangen habe, gab es in der Stadt 60 Schuhmacher und sechs Anwälte - heute hat sich alles geändert", schmunzelt er. "Meine Frau hatte immer viel Nachsicht mit mir." Oft musste Herta auf ihren Mann verzichten, weil er unterwegs war.

Zu Beginn der Ehe lebten die Baumgartners in der Michel-Weiß-Straße. "Aber der Frank war ein bisschen lebhaft und die Nachbarn haben sich immer beschwert, weil er so viel geschrien hat. Also sind wir umgezogen", so Reinhardt Baumgartner. In der Blaicher Straße fand Familie eine neue Heimat. Vergessen hat Reinhardt Baumgartner übrigens den Hochzeitstag am 1. April noch nie in seinem Leben. "Das Datum kann man nicht vergessen", sagt er selbst. Dass die Hochzeit einst am 1. April stattgefunden hat, war natürlich kein Aprilscherz. Das lag vor allem daran, dass in der Karwoche damals keine Trauungen vorgenommen worden sind. Und deshalb war der 1. April der erste mögliche Termin zu heiraten - und "es pressierte".


Den Termin noch nie vergessen


Reinhardt Baumgartner hat übrigens noch einen Termin nie vergessen - den Geburtstag seiner Frau. "Die Herta hat am 14. Februar Geburtstag, am Valentinstag. Da wird man ja schon Wochen vorher daran erinnert", erzählt der Ehejubilar.

Und Herta Baumgartner bestätigt, dass ihr Mann diese beiden Daten niemals vergessen hat - in all den sechzig Ehejahren nicht.

Den ganzen Tag lang feierten die Baumgartners übrigens ihr diamantenes Ehejubiläum: zu Hause und im Gasthof Petz. Auch ein Gottesdienst in der Auferstehungskirche gehörte dazu.
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