Buchau
Baumaßnahme

Deutliche Verkürzung der Bauzeit an der Brücke in Buchau

Viel früher als angenommen werden die Arbeiten an der neuen Brücke über den "Dörflesbach" und an der Straße abgeschlossen sein.
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Bei einem Baustellentermin ließ sich Landrat Klaus Peter Söllner vom Fortgang der Arbeiten informieren. Unser Bild zeigt die Steilböschung, die mit einem Neigungswinkel von 60 Grad ausgeführt wurde, dabei mit einem begrünbaren Böschungssicherungssystem in Form von "Bewehrter Erde". Von links Bauleiter Alexander Baumer, Landrat Klaus Peter Söllner, Firmenchef Claus Schreyer von Günther-Bau GmbH, Christian Heiß vom Büro IBP, Baurat Dieter Geißler und Dipl.-Ing. Erich Hahn. Foto: Werner Reißaus
Bei einem Baustellentermin ließ sich Landrat Klaus Peter Söllner vom Fortgang der Arbeiten informieren. Unser Bild zeigt die Steilböschung, die mit einem Neigungswinkel von 60 Grad ausgeführt wurde, dabei mit einem begrünbaren Böschungssicherungssystem in Form von "Bewehrter Erde". Von links Bauleiter Alexander Baumer, Landrat Klaus Peter Söllner, Firmenchef Claus Schreyer von Günther-Bau GmbH, Christian Heiß vom Büro IBP, Baurat Dieter Geißler und Dipl.-Ing. Erich Hahn. Foto: Werner Reißaus
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Der Neubau der Brücke über den "Dörflesbach" und die damit verbundenen Straßenbauarbeiten laufen im Mainleuser Ortsteil seit Mitte Februar auf Hochtouren und bei dem jüngsten Baustellentermin teilte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) mit, dass mit dem zügigen Baufortschritt der bauausführenden Firma Günther-Bau GmbH aus Stadtsteinach schon jetzt eine deutliche Verkürzung der Bauzeit absehbar ist. Die Verkehrsfreigabe war für Ende Juli terminiert. Die Gesamtkosten mit knapp einer Million Euro werden eingehalten, dabei belaufen sich die reinen Baukosten auf 823 000 Euro.

Der Beginn der Maßnahme war ungewöhnlich: Rosenmontag 2015. Firmenchef Claus Schreyer hatte sich ein ehrgeiziges Ziel vorgenommen, noch vor Ende Juli mit den Arbeiten fertig zu sein und das erreichten seine Mitarbeiter unter der Leitung von Alexander Baumer jetzt auch.

In relativ kurzer Bauzeit wurde zwischenzeitlich das 30 Meter lange Brückenbauwerk fertiggestellt. Die Auflager der neuen Brücke bilden zwei Streifenfundamente aus Ortbeton und darüber wurde ein Wellstahlbogenrprofl aus Fertigteilen errichtet. Die großdimensionierte Durchlassöffnung ist rund sechs Meter breit und vier Meter hoch und seit geraumer Zeit läuft der "Dörflesbach" in seinem neuen, naturnah ausgebildeten Bachbett.

Derzeit erfolgt an der Baustelle die Dammschüttung für den Kreissstraßenbau. Wie Baurat Dieter Geißler vom Tiefbauamt des Landratsamts Kulmbach zu verstehen gab, wurde der Eingriff in den Naturhaushalt möglichst gering gehalten und dafür wurde eine Steilböschung mit einem Neigungswinkel von 60 Grad ausgeführt. Gewählt wurde ein begrünbares Böschungssicherungssystem in Form von "Bewehrter Erde". Baurat Geißler: "Dabei wird das Auffüllmaterial mit Bewehrung- und Geogitter versehen. Die Überdeckungshöhe des Brückendurchlasses betragt etwa sieben Meter."

Bessere Linienführung der KU4

Den Abschluss der Bauarbeiten bilden die Straßenbauarbeiten auf einer Länge von 150 Metern. Dabei erhält die Kreisstraße KU 4 auch eine deutlich verbesserte Linienführung. Mit der Planung und Bauleitung wurde das Ing.-Büro IBP, Kulmbach, beauftragt und die Koordinierung der Baumaßnahmen obliegt der Abteilung Tiefbau im Landratsamt.

Dipl.-Ing. Erich Hahn vom Büro IBP, Kulmbach, zeigte sich bei dem Baustellentermin erleichtert: "Wir sind mit den Bauarbeiten derzeit zwei Monate vor der Zeit, das heißt aber nicht, dass wir morgen fertig sind. Das Wetter hat auf jeden Fall mit zu dem Baufortschritt beigetragen. Die Baustelle war aber auch von der Taktung her gut organisiert und wir sind auch vom Bodenmaterial gut zurechtgekommen von dem, was wir anstehend hatten beziehungsweise dann zugemischt haben. Es hat rundum alles gut funktioniert und es ist alles positiv gelaufen."

Claus Schreyer zollte seinen Mitarbeitern ein dickes Lob: "Sie haben teilweise am Freitag bis abends und auch mitunter am Samstag gearbeitet. Wir wollen in vier Wochen die Baustelle schwarz haben!" Das heißt, Anfang Juni werden die Asphaltierungsarbeiten für die Kreisstraße ausgeführt, aber die Verkehrsfreigabe wird damit noch nicht erfolgen, denn es sind noch weitere Anschlussarbeiten wie zum Beispiel die Sicherungsmaßnahmen links und rechts dieses Brückenbauwerkes anzubringen.

Landrat Klaus Peter Söllner nahm die Gelegenheit wahr, sich vom Fortschritt der Bauarbeiten ein Bild zu machen: "Die Baustelle schreitet erfreulich schnell voran und sie ist auch eine sehr spezielle Baustelle mit der bewehrten Erde. Wir werden wesentlich schneller als geplant fertig sein und die Arbeiten laufen reibungslos. Da möchte ich mich wirklich bei den beteiligten Ingenieuren, der ausführenden Firma Günther-Bau GmbH und auch bei unserem Baurat Dieter Geißler im Hause bedanken. Es ist eine Baumaßnahme, wie man sie eigentlich selten antrifft, ohne Probleme und schneller als erwartet."
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