Hornschuchshausen
Baudenkmal

Der erste Schritt zur Wiederbelebung

Es kommt wieder Bewegung in die Sanierung des Hornschuchensembles. In einem Quartierskonzept sind Wohnungen, eine Sozialstation sowie die Reaktivierung der Gaststätte vorgesehen.
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Es kommt wieder Bewegung in die Neugestaltung des schlossähnlichen Ensembles in Hornschuchshausen. Foto: Archiv/Jürgen Gärtner
Es kommt wieder Bewegung in die Neugestaltung des schlossähnlichen Ensembles in Hornschuchshausen. Foto: Archiv/Jürgen Gärtner
Lange herrschte Stillstand, war es ruhig geworden um das Ensemble Hornschuchshausen. Nun kommt wieder Bewegung in die angestrebte Sanierung des markanten Gebäudes. Einen ersten Schritt hat der Mainleuser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung getan, indem er grünes Licht für das sogenannte Quartierskonzept gab - das Zeichen für die Awo, ebenfalls das Projekt wieder aufzugreifen.

Was das Quartierskonzept beinhaltet, das erklärt der Mainleuser Bürgermeister Dieter Adam (FW): Die Pläne umfassen das gesamte Ensemble, sprich die ehemalige Gaststätte mit Biergarten, Metzgerei und Bäckerei sowie die angrenzende schlossartige Dreiflügelanlage.


Mehrere Bausteine

Das Konzept setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: die Schaffung einer barrierefreien Wohnanlage im Nord- und Ostflügel der Anlage.
Zielgruppen seien Senioren, Menschen mit Behinderungen, junge Familien und Alleinerziehende.

Mit untergebracht werden soll eine Sozialstation, die Pflegeaufgaben in der Wohnanlage übernimmt und zudem Angebote für den ganzen Markt schafft. Im Bereich der Sozialstation soll zudem ein Büro für das Quartiersmanagement eingerichtet werden. Dort ist die Koordination des Gesamtprojekts angesiedelt.

Die ehemalige Gaststätte soll wiederbelebt werden und ein ergänzendes gastronomisches Angebot im Markt schaffen. Das Besondere daran: Es sollen Menschen mit Behinderung dort beschäftigt werden. Im Obergeschoss sind Veranstaltungs- und Tagungsräumlichkeiten untergebracht, im Kellergeschoss ein Jugendraum und ein "Ort der Erinnerung" an Fritz Hornschuch in Form eines kleines Museums. Für die Gastwirtschaft gibt es ein betriebswirtschaftliches Gutachten mit dem Ergebnis, dass das Projekt wirtschaftlich betrieben werden kann.

Vier Jahre ist es her, dass mit der Ideenentwicklung begonnen wurde, blickt Bürgermeister Dieter Adam zurück. Entstanden ist das ganze Projekt aus den Überlegungen heraus, in Mainleus ein Seniorenheim zu schaffen. In Gesprächen sei man dann auf das Ensemble Hornschuchshausen gekommen und habe überlegt, wie man das nutzen könne.


Hoffen auf Zuschüsse

Doch Adam weiß auch, dass ohne Zuschüsse nichts geht. "Bisher sind wir aber immer auf offene Ohren gestoßen", ist er überzeugt, dass das Vorhaben Unterstützer finden wird. "Das Ensemble muss erhalten bleiben, da sind sich alle einig." Der Markt stellt 300 000 Euro für die Sanierung zur Verfügung, die mit insgesamt gut neun Millionen Euro veranschlagt ist.

Für Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures ist mit dem genehmigten Quartierskonzept der erste Schritt für die Wiederbelebung des Denkmals getan. "Ich freue mich, dass der Markt Mainleus so entschieden hat."
Nun beginne man im Kreisvorstand der Arbeiterwohlfahrt damit, das Projekt Hornschuchshausen wieder zu bearbeiten. Ob alles genau so umgesetzt wird wie es im Quatierskonzept steht, dazu kann sie sich nicht äußern, weil: "Spruchreif ist nämlich noch nichts."

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