Kulmbach
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Das kann man in Kulmbach bald studieren

Nachdem das Kabinett am Dienstag grünes Licht für den neuen Hochschulcampus in Kulmbach gegeben hat, konkretisiert die Uni Bayreuth die Planungen.
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Universitätspräsident Stefan Leible ist optimistisch, dass es rund 1000 Studienplätze in Kulmbach geben kann. Foto: Archiv/Jochen Nützel
Universitätspräsident Stefan Leible ist optimistisch, dass es rund 1000 Studienplätze in Kulmbach geben kann. Foto: Archiv/Jochen Nützel
Die eigenständige Fakultät für Lebensmittel und Gesundheit solle nun verwirklicht werden. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, erklärt, nun heiße es, die Ärmel hochzukrempeln und den Plan mit Leben erfüllen - "schließlich wollen wir doch unser recht sportliches Ziel erreichen, im Wintersemester 2019 mit der Fakultät für Lebensmittel und Gesundheit in Kulmbach live zu gehen", sagt der Universitätspräsident. Die Uni ist in Kulmbach bereits seit längerem mit der Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN) sowie dem Lehrstuhl für Bioanalytik und Lebensmittelanalytik im Max-Rubner-Institut vertreten.

Studierende des Bayreuther Masterstudiengangs Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften absolvieren im Kulmbacher Max Rubner-Institut als Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel ihre Praktika und schreiben dort ihre Masterarbeiten.

"Als Sprecher des Bayreuther Profilfeldes Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften freue ich mich riesig über diese Entwicklung", erklärt Stephan Clemens, Inhaber des Lehrstuhls Pflanzenphysiologie an der Universität Bayreuth.

"Schon vor einiger Zeit haben wir an der Universität Bayreuth entschieden, uns noch stärker in Forschung und Lehre für die so wichtigen Zukunftsfragen rund um die Ernährung zu engagieren. Mit einem neuen Hochschulcampus in Kulmbach eröffnen sich große Chancen für die Universität Bayreuth, die Stadt Kulmbach und die ganze Region, Wissenschaft und Ausbildung im Themendreieck Ernährung - Gesundheit - Nachhaltigkeit voranzubringen", ist sich der Bayreuther Wissenschaftler sicher. Universitätspräsident Leible rechnet mit bis zu 1000 zusätzlichen Studierenden am neuen Campus Kulmbach sowie mit rund 20 neuen Professorenstellen dort.

"Die Region wird hochattraktiv für junge Menschen werden - genau das, was wir brauchen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, denn Kulmbach verliert jährlich rund ein Prozent seiner Einwohner."

Nach Angaben der Universität Bayreuth umfasst der künftige "Life Sciences Campus Kulmbach - Food & Health" nach Angaben der Universität Bayreuth folgende Zukunftsfelder:

- Nachhaltigkeit von Lebensmittelproduktion bis Konsum

- Ökobilanzierungen (Regionalisierung)

- Ernährungs- und Gesundheitskompetenz

- Lebensmittelsicherheit und -überwachung

- Lebensmittelinhaltsstoffe, Metabolomik und Bioinformatik

- Biologische Vielfalt der Nahrungsmittel

- Ernährungsphysiologie

- Urban farming
- Personalisierte Ernährung und Gesundheit

- Gesundheitsaspekte von Sozialen Medien und Big Data

- Public Health
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