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7. Lange LQN-Kulturnacht

Das Oberland zeigt seine Vielfalt

Die 7. Lange LQN-Kulturnacht bot im Pressecker Schützenhaus wieder ein facettenreiches Programm. Das Kulmbacher Oberland zeigte seine Vielfalt, über 300 Besucher waren begeistert.
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Mit ihrem Showtanz "Feuer & Eis" setzte die Kupferberger Prinzengarde Akzente in der Langen LQN-Nacht. Fotos: Klaus-Peter Wulf
Mit ihrem Showtanz "Feuer & Eis" setzte die Kupferberger Prinzengarde Akzente in der Langen LQN-Nacht. Fotos: Klaus-Peter Wulf
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Das TSV-Sportheim Schützenhaus war am Samstag und Sonntag wieder Schauplatz der Langen LQN-Kulturnacht, die bereits zum siebten Mal veranstaltet wurde und alle Jahre ihren festen Platz im Veranstaltungsprogramm des Oberlandes hat.

"LQN hat Substanz und viel Kultur zu bieten", sagte der Pressecker Bürgermeister Siegfried Beyer bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste mit Blick auf das unterhaltsame, facettenreiche Programm. Er bedankte sich bei den Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Kulturnacht gar nicht möglich wäre.

"Die Organisation war beim Arbeitskreis Kultur, Vereine und kirchliches Leben, speziell bei Edina Thern, Karin Thomas und Jörg Schmidt, wieder in den besten Händen", unterstrich der Vorsitzende der Initiative "Lebensqualität durch Nähe" (LQN), Hermann Dörfler, und überreichte Präsente.

"Das Oberland lebt, hat Qualität und zeigt seine Stärken.
Die sechs Mitgliedsgemeinden haben eine unglaubliche Vielfalt zu bieten, ich bin immer wieder gerne dabei", sagte der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner. Er übergab an Hermann Dörfler eine Spende und bat: "Zeigt weiter, was ihr könnt."


"Die Zeit ist immer reif"

Edina Thern stellte die 7. Lange Kulturnacht unter das Motto: "Segel setzen, die Flügel ausbreiten und sehen, die Zeit ist immer reif zum Aufbruch!" Sie machte den Künstlern ein Kompliment: "Ohne sie sähe der Saal nicht so wunderbar aus."

Thern verwies auf das weiche Textilhandwerk der Frauen Maritta Goller, Gabi Schramm und Beate Sigmund, die ihre Neigung an der Volksschule entdeckten, weiterführten und "mit Nadelspitzengefühl" arbeiten. Mit Aenn Renee Pelz sei eine vielseitige, aktive Künstlerin dabei, die gehäkelte Kleidungsstücke kreiere. Und in Gertrud Megerle sah sie eine Frau, "die in sich ruht, aber ihre Gedanken in frohen Farben und Symbolen zeigt".

Mit Priscilla O. stellte sich eine Malerin und Zauberer-Assistentin vor, die keine Ruhe kennt. Die Motive von Alois Kuhn musste keiner erklären, sie sprechen für sich. Und Fotografin Christine Faust rückt Buchautoren ins rechte Licht. Gabriele Bujak nahm interessierte Besucher mit auf eine Maltournee durch das Oberland. Die Familien von Ulrike Kappey und Bettina Schamann setzen mit ihren jährlichen Workshops zur Gestaltung von Skulpturen aus den verschiedensten Materialien Zeichen für die Gemeinschaft.

Die über 300 Gäste ließen sich von den Formen und Farben, der Begeisterung und Bewegung, dem Tanz und den Klängen, der Mundart, dem Handwerk und der Malerei mitnehmen und tauchten in das vielseitigen Geschehen der Langen Kulturnacht ein. Nach den schmissigen Auftritt der Mini Crazy Dancers entführten die sechs Frauen der Akkord-Zithergruppe "Zeitlos" gedanklich alle in eine gemütliche Stube. Auch der Pressecker Posaunenchor wusste mit verschiedenen Weisen zu gefallen.


Dias aus den Gemeinden

Steffi Trautner zeigte mit ihrer Diashow markante Ansichten aus den sechs LQN-Gemeinden und bat: "Nehmen Sie die Bilder in sich auf, wir haben es schön bei uns." Der Männergesangverein Wartenfels-Schwand gefiel mit stimmgewaltigen Liedern aus dem Weinparadies und "Der Frankenwald ist mein Heimatland".

Ebenfalls begeisternd: Die Kupferberger Prinzengarde mit ihrem reizenden Showtanz "Feuer & Eis". Die Maxi Crazies tanzten mit Anja Oostermann. Edina Thern zeigte mit den Crazies eine kleine Modenschau aus der außergewöhnlichen Kleiderkiste, und Magier Tomandy Magic ließ eine Jungfrau schweben. Bürgermeister Siegfried Bayer war es vorbehalten, die Dame wieder wachzuküssen.

Historiker Wolfgang Schoberth erzählte die abenteuerliche, aber wahre Geschichte von Johannes Rupprecht aus Marktschorgast und den Steinklopfer Rock, über die vor 200 Jahren die gesamte deutsche Zeitungswelt berichtete. Im Lesesaal ging es weiter mit den drei Tatort-Autoren Michael Asad, Axel Bochnia und Robert Thern.

Die 7. Lange LQN-Kulturnacht klang erst in den frühen Morgenstunden aus - mit dem Gitarrentrio True Colors, Joyce und der Roy Martin Band. Fränkische Wirtshauslieder wurden zusammen mit Jürgen Treppner und Harriet Schicketanz im Clubzimmer gesunge.

Am Sonntagmorgen wurde zu einem Gottesdienst mit Pfarrer Siegfried Welsch sowie Jörg Schmidt und Alexander Thern in die Dreifaltigkeitskirche eingeladen. Es schloss sich ein Frühschoppen mit der SAN-Combo an.
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