Thurnau
Projekt

Dann bleiben die Keller in Thurnau trocken

Die Thurnauer Marktwerke investieren in der Milzau und Schorrmühlstraße 477 000 Euro in die Abwasserentsorgung und neue Wasserleitungen.
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Die Arbeiten in der Milzau und Schorrmühlstraße haben begonnen. Foto: Alexander Hartmann
Die Arbeiten in der Milzau und Schorrmühlstraße haben begonnen. Foto: Alexander Hartmann
Die Zeiten, in denen in der Schorrmühlstraße bei Starkregen-Ereignissen Keller überflutet werden, dürften bald vorbei sein. Die Thurnauer Marktwerke stecken nämlich wie in den Vorjahren auch 2016 viel Geld in den Untergrund. Für 477 000 Euro werden der Abwasserkanal und Wasserleitungen in der Milzau und Schorrmühlstraße erneuert.

Es ist eine stolze Summe, doch hatte man in Thurnau sogar mit deutlich höheren Kosten gerechnet, da die Maßnahme eigentlich in der gesamten Schorrmühlstraße durchgeführt werden sollte. Das Projekt hätte rund zwei Millionen Euro verschlungen, wie Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) mitteilt.


Der untere Bereich wird entlastet

Wie Bernreuther ausführt, reicht nach einer Berechnung des Ingenieurs Erich Hahn von der Firma IPB nun aber eine abgespeckte Variante. Der Kanal werde demnach nur im oberen Teil der Schorrmühlstraße erneuert. Dieser werde an die Sonnenleite angebunden und über die Stichstraße und die Milzau ins Rückhaltebecken beim Schlossweiher geführt. "Dadurch wird auch die untere Schorrmühle entlastet", erläutert Bernreuther.
Da die alten Wasserleitungen in Teilen unter den Häusern liegen, werden diese seinen Worten zufolge stillgelegt und durch neue, unter der Straße liegende Leitungen ersetzt.


Bessere Hydraulik

Wie Bautechniker Marcel Knapp mitteilt, wird die gesamte Hydraulik im Bereich Sonnenleite, Milzau und Schorrmühlstraße verbessert. Das werde dazu führen, dass Keller nicht mehr geflutet werden, so der Bautechniker.


Ausbau des Gasnetzes läuft

Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten erfolgen im übrigen parallel zum Ausbau des Gasnetzes, den die Firma Licht- und Kraftwerke GmbH (Luk) aus Helmbrechts vornimmt. So könne man Kosten sparen, wie Martin Bernreuther erläutert.

Die Maßnahme der Marktwerke hat am vergangenen Montag begonnen. Das Projekt soll Mitte Dezember abgeschlossen werden. Anwohner in der Milzau und der Stichstraße der Schorrmühlstraße müssen bis dahin zeitweise mit Behinderungen rechnen. Da die Stichstraße sehr schmal ist, können die Anlieger teils nicht zur ihren Anwesen fahren. Nur über Behelfsbrücken kommen sie zu ihren Häusern. Bernreuther: "Wir haben das bei einer Informationsveranstaltung erläutert. Das Verständnis der Anwohner ist vorhanden, schaffen wir doch eine Lösung für die nächsten 50 Jahre."


Das größte Projekt

Die Maßnahme in der Milzau und Schorrmühlstraße ist die größte, die die Marktwerke 2016 in Angriff nehmen. Jahr für Jahr steckt der Eigenbetrieb viel Geld in den Untergrund, auch um die Wasserverluste im Leitungsnetz einzudämmen, die in Thurnau rund 30 Prozent betrugen.


Die Prioritätenliste

Das zuständige Ingenieurbüro hat eine Prioritätenliste erstellt, bei der der Zustand aller Leitungen unter die Lupe genommen worden ist. Die Liste wird nun abgearbeitet.
Im vergangenen Jahr waren in der Egerer Straße, Hopfenleithe und der von-Linde-Straße für 450 000 Euro die Wasser- und Abwasserleitungen erneuert worden.

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