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Windkraft

Bund für Umwelt und Naturschutz verklagt Enoch zu Guttenberg

Im Streit um den Ausbau der Windkraft im Binnenland hat der Bund für Umwelt und Naturschutz sein Gründungsmitglied Enoch zu Guttenberg verklagt.
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Enoch zu Guttenberg Foto: Archiv/Michael Gründel
Enoch zu Guttenberg Foto: Archiv/Michael Gründel
Im Streit um den Ausbau der Windkraft im Binnenland hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das frühere Gründungsmitglied Enoch zu Guttenberg verklagt. Anlass ist eine Äußerung Guttenbergs in einem Beitrag des ARD-Fernsehmagazins "Plusminus" vom vergangenen August. Guttenberg warf darin dem BUND vor, eng mit der Windkraft-Lobby verquickt zu sein und Naturschutzinteressen nicht mehr glaubwürdig vertreten zu können.

Wörtlich sagte Guttenberg: "Wie verquickt die sind, ich weiß allein 20 Personen vom BUND, führende Persönlichkeiten in den jeweiligen Bundesländern, die gleichzeitig in der Windkraftlobby angestellt sind und für die arbeiten." BUND-Bundesgeschäftsführer Olaf Bandt betont dagegen: Nur 2 von 190 führenden BUND-Persönlichkeiten seien im Bereich der Windindustrie tätig, einer ehrenamtlich und einer beruflich.

Der BUND will den fränkischen Baron, der einst den Verband mit gegründet hatte und heute zu den schärfsten Widersachern des Baus von Windrädern zählt, vor Gericht dazu zwingen, die Äußerung nicht zu wiederholen. In der Klageschrift, die am 1. April vor dem Landgericht Hamburg verhandelt wird, wird bei einer Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von 250 000 Euro angedroht.

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