Pölz
Endstation

Bei Mainleus: Fahrtraining auf Schnee mit drei Promille

Die Kulmbacher Polizei zieht Sonntagnacht eine sturzbetrunkenen Autofahrer aus dem Verkehr.
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Nachdem der 23-jährige Autofahrer gepustet hatte, konnte von null Promille nicht mehr die Rede sein. Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberfranken / Alexander G. Walther
Nachdem der 23-jährige Autofahrer gepustet hatte, konnte von null Promille nicht mehr die Rede sein. Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberfranken / Alexander G. Walther
Für sein Fahrtraining hatte sich ein 23-jähriger Autofahrer den falschen Ort und die falsche Zeit ausgesucht. Letzteres, weil er Sonntagnacht um 3.30 Uhr sturzbetrunken war und sich keinesfalls mehr ans Steuer seines Wagens hätte setzen dürfen. Und falscher Ort, weil Driftübungen auf öffentlichen Straßen böse enden können.

Der Mann wurde beobachtet, wie er mit seinem Auto auf der frischen Schneedecke im Mainleuser Ortsteil Pölz unkontrolliert über die Fahrbahn rutschte. Eine Streife der Kulmbacher Polizeiinspektion rückte aus und entdeckte den Fahrkünstler. Er wurde gestoppt und sollte kontrolliert werden.


Flucht zu Fuß

Der 23-Jährige ahnte, was kommen würde, und versuchte, Reißaus zu nehmen. Aber die Luft reichte nur für eine kurze Flucht. Die Streifenwagenbesatzung griff ihn - unweit seines Fahrzeugs - hinter einer Hecke auf. Die Verkehrskontrolle fand mit etwas Verspätung statt.

Dabei bemerkten die Polizeibeamten starken Alkoholgeruch. Es war offensichtlich, dass es etwas mehr als die berühmten zwei Bierchen gewesen sein mussten. Der Schnelltest an Ort und Stelle ergab einen beachtlichen Wert: drei Promille. Der erlaubte Wert war um ein Vielfaches überschritten war.


Fall kommt vor Gericht

Die Ordnungshüter brachten den Autofahrer daher zur Blutentnahme ins Kulmbacher Krankenhaus. Der Führerschein wurde sichergestellt, und der junge Mann bekommt eine Anzeige wegen der Trunkenheitsfahrt. Darüber, wie lange ihm die Fahrerlaubnis entzogen wird, entscheidet nun das Gericht.
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