Thurnau
Bürgerpreis

Bayerische Rundschau übergibt Bürgerpreise

Menschen, die nicht fragen: "Was habe ich davon?" - sondern Menschen, die einfach machen. Die werden in der heutigen Zeit mehr denn je gebraucht.
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Die Bürgerpreis 2016 Foto: Ronald Rinklef
Die Bürgerpreis 2016 Foto: Ronald Rinklef
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Vier Macher aus dem Landkreis Kulmbach haben am Donnerstagabend den Bürgerpreis der Bayerischen Rundschau im Schloss Thurnau erhalten. Musikalisch umrahmt wurde das Ganze von dem Jazzduo "ThomKa" - Katharina Hargens aus Thurnau an der Gitarre und Thomas Eschenbacher aus Kasendorf am Saxophon. Neben stellvertretendem Landrat Dieter Schaar (FW), dem Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU), dem Kasendorfer Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU), dem Regionalverlagsleiter der BR, Bernd Seidel, und dem Verkaufsleiter Norbert Backer kamen auch Vertreter aus der Kirche, den Sozialverbänden, dem Kreisjugendring sowie der Polizei zu der Preisverleihung. "Ein hochrangiges Publikum, das, wie ich finde, zurecht da ist", meinte der stellvertretende Landrat.

Als erstes verlieh BR-Redaktionsleiter Alexander Müller den Preis in der Kategorie Jugendförderung an Peter Kerrmann aus Trebgast. Seit 36 Jahren führt er ununterbrochen die Karateabteilung des TSV Trebgast. "Das ist heute wichtiger denn je, da die Jugendlichen oft mehr am Computer sitzen als in einen Sportverein zu gehen", betonte Müller. So viele junge Menschen zu begeistern, dazu gehöre viel Engagement.

Yvetta Rehm aus Peesten erhielt in der Kategorie Soziales den Bürgerpreis. Sie ist Sprachpatin für ein syrisches Mädchen. "Das ist gelebte Integrationsarbeit", sagte Müller. Der Kasendorfer Bürgermeiser war völlig überrascht, als er von der Nominierung von Yvetta Rehm hörte. "Mir war nicht bekannt, was sie macht. Aber ich bin sehr stolz", meint Steinhäuser. Bei der Preisübergabe war es der 48-Jährigen wichtig eines zu betonen: "Es gibt noch viel mehr als mich, die so etwas machen. Ich nehme den Preis stellvertretend für alle an."

Für ihre Zivilcourage wurden die 14-jährige Celine Nüssel und die 13-jährige Celine Bechmann ausgezeichnet. "Sie haben nicht weggehört, sondern sich angesprochen gefühlt", erzählte Müller. Damit wurden sie im letzten Jahr zu Lebensretterinnen für einen 81-Jährigen, der viele Stunden in einem Brunnenschacht feststeckte. Arno Herold konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht zur Preisverleihung kommen. Er sei heute aber immer noch sehr dankbar, dass die beiden Mädchen ihn damals gerettet haben. "Unsere Gesellschaft braucht solche Menschen wie Sie alle", resümierte Dieter Schaar. Das Ehrenamt sei ein hohes Gut. "Und wir sind zum Glück eine reiche Region, was das betrifft", so der stellvertretende Landrat abschließend.
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