Ein Biergarten, in dem es Sauerbraten gab anstelle eines Kiosks, eine Holzumkleidekabine mit Gaderobenfrauen, aber ohne Dusche, ein Sprungturm, der nur fünf Meter in die Höhe ragte, und kein Kinderbecken - so sah das Kulmbacher Freibad vor dem Umbau 1972 aus.

Das umgebaute Freibad ist mit seinen 40 Jahren immer noch in einem sehr gepflegten Zustand. "Weil jedes Jahr etwas gemacht, gerichtet und gestrichen wird", sagt Gerhard Spindler, der im Freibad vor und nach der Neugestaltung 1972 bis Februar vergangenen Jahres als geprüfter Schwimmmeister gearbeitet hat. Nicht nur technisch hat sich einiges im 1934 errichteten Bad verändert. "Vor allem gab es nach dem Umbau viel mehr Personal. Vor 1972 waren wir nur zu dritt und mussten sogar selbst Rasen mähen", sagt der 61-Jährige. "Die Jugendlichen durften damals nur bis 18 Uhr im Schwimmbad bleiben - da mussten wir immer aufpassen, dass sich nicht einer versteckt, um länger bleiben zu können. Das hat sich 1972 dann geändert", sagt Spindler. Die Bademeister hatten die Gäste aber immer genau im Blick: "Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand im Bad ertrunken ist."

Deutscher Rekord im Freistil


Ein deutscher Rekord über 1500 Meter Freistil bei der bayerischen Meisterschaft im Jahr 1972, eine Siegerzeit von 46,31 Sekunden beim Drachenbootrennen 2012 - die vierzigjährige Geschichte des Kulmbacher Freibads ist auch in sportlichen Momenten festgehalten.

Mehr über die Geschichte des Kulmbacher Freibades und die geplanten Aktionen zum Geburtstag lesen Sie in der Wochenendausgabe der Bayerischen Rundschau.