Im Zuge der politischen Wirrungen in Europa Anfang des vergangenen Jahrhunderts fand die lange Tradition der alljährlichen Wallfahrten von Eger in den Mariengnadenort Marienweiher im Frankenwald ein vorläufiges Ende. 2008 konnte sie wiederbelebt werden, und 2010 waren erstmals 50 Personen aus der Pfarrei Eger, die heute wieder rund 5000 Gläubige zählt, in Marienweiher.
Am Sonntag wurde im Rahmen der 950-Jahr-Feier in der St.-Nikolaus-Kirche in Eger eine Ausstellung zur Historie der Wallfahrt nach Marienweiher eröffnet. Sie wird dort bis zum Herbst zu sehen sein und durch Gottesdienste und Konzerte ausgestaltet. Mitte September kommt die Präsentation dann nach Marienweiher.

Was die Politik nicht schafft...


"Was die Politiker nicht fertig bringen, das wollen wir als Christen schaffen. Der Glaube ist das Fundament, auf dem Kultur auch hier im Egerland lebt, und darauf gilt es aufzubauen. Und dazu gehört die alljährliche Wallfahrt von Eger nach Marienweiher, um sich Kraft fürs Leben und den Glauben zu holen." Dies betonte Pfarrer Herbert Hautmann aus Gößweinstein, der 1943 seine Erstkommunion in Eger empfing und das Kriegsende 1945 in der Nähe der böhmischen Stadt miterlebt hat. Er nannte es sehr erfreulich, dass in der St.-Nikolaus-Kirche jetzt wieder Tschechen und Deutsche zusammen Gott preisen, und er betete dafür, dass auch junge Menschen dieses aufnehmen und dabei sind.
Beim zweisprachigen Gottesdienst sorgten die Kirchenchöre aus Marktleugast und Marienweiher für die musikalische Ausgestaltung. Viele Menschen lauschten dann am Mittag dem Standkonzert des Musikvereins Marktleugast auf dem Egerer Marktplatz. kpw

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Bayerischen Rundschau.