Kulmbach
Glosse

Auch Karter leben gefährlich

Es gibt Hobbys mit einem ziemlich hohen Verletzungsrisiko. Viele Sportarten zählen dazu, vor allem diejenigen, bei denen es bei Zweikämpfen zur Sache geht. Fußballer, Handballer, Eishockeyspieler, viele Sportler können ein Lied davon singen. Auch Skifahrer leben gefährlich, Motorsportler sowieso.
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Foto: Katharina Müller-Sanke/Archiv
Foto: Katharina Müller-Sanke/Archiv
Ich selbst bin Kegler. Da gehören Knie-, Schulter oder Rückenschmerzen einfach dazu - und lassen einem manchmal auch eine Erklärung für eine schwache Leistung finden. Denn einen Kegler, der keine Ausrede weiß, den gibt es nicht auf der Welt.

Ein sehr guter Freund von mir sorgte einmal für große Erheiterung in der Ambulanz, als er erklären musste, wobei er sich denn den Riss seiner Achillessehne zugezogen habe. Der Gute, ein überzeugter Nichttänzer, hatte sich beim Fasching zu einer Polonaise überreden lassen und am Ende der närrischen Schlange prompt einen Treppenabsatz übersehen. Da kommt Freude auf in der Notaufnahme.

An diese Episode erinnerte ich mich, als ich dieser Tage feststellen musste, dass auch ein gepflegter Schafkopf im Wirtshaus seine Tücken haben kann. Nein, nicht dass auf dem Heimweg erhöhte Sturzgefahr besteht. Ich beobachtete in einer Wirtschaft, wie sich am Nachbartisch ein Karter (Name dem Verfasser bekannt) urplötzlich eine Zerrung zuzog. Am Oberschenkel. Einige Spiele musste er im Stehen bestreiten, erst dann ließ der Schmerz langsam wieder nach. Echt lustig, aber nur, wenn man nicht selbst betroffen ist.
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