Pörbitsch
Flutmulde

Arbeiten am Regenüberlaufbecken haben begonnen

Das Bauwerk an der Flutmulde soll ungefähr 6,5 Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit schwerem Gerät wird die Grube für das Regenüberlaufbecken ausgehoben. Foto: Julian Seiferth
Mit schwerem Gerät wird die Grube für das Regenüberlaufbecken ausgehoben. Foto: Julian Seiferth
+2 Bilder
Absolut passend, weil nass, gestaltete sich das Wetter bei der gestrigen Besichtigung des neuen Regenüberlaufbeckens in der Blaich. Es soll verhindern, dass die Flutmulde durch Zuflüsse von Regenwasser aus dem gesamten Einzugsgebiet der Blaich über die Ufer tritt.

Dreck wird gesammelt

Das Becken soll das Regenwasser abfangen, bevor es in die Flutmulde gelangen und für Überschwemmungen sorgen kann. Es verfügt auf der Ablaufseite über ein Drosselbauwerk, das den Abfluss regeln und auf ein für die Kläranlage passendes Maß reduzieren soll.
Der mit in das Becken gespülte Abfall soll nach unten sinken und deshalb auf diesem Wege das ungefähr sieben Meter tiefe Becken nicht verlassen können, da der Abfluss relativ weit oben liegt. Eingebaute Reinigungseinrichtungen sollen dann von innen die Säuberung übernehmen.

Der Einzugsbereich für das Überlaufbecken erstreckt sich über 60 Hektar, aus dem bei Regenfällen das Wasser in das Überlaufbecken geleitet wird. So soll die Flutmulde von Wasser und Dreck entlastet werden.
Verantwortlich für die Baumaßnahme ist die Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach. Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) zeigte sich sehr zufrieden mit dem Fortschritt: "Mit der Firma Günther-Bau haben wir ja schon in der Wolfskehle sehr gute Erfahrungen gemacht." Er dankte außerdem dem Ingenieurbüro Hahn für die Planungsarbeiten.

"Hervorragende Arbeit"

"An einem solch regnerischen, stürmischen Tag kann man mal erkennen, was die Leute leisten, die hier arbeiten. Das ist hervorragende Arbeit, die sie hier leisten." Auch den Anliegern galt der Dank des Oberbürgermeisters: "Für das Verständnis. Die machen mit dem Lärm hier schon was mit."
All das sei Teil des Generalentwässerungsplans, der bereits in den neunziger Jahren erarbeitet wurde. Die gesamte Baumaßnahme an der Flutmulde soll circa zwölf Millionen, das Regenüberlaufbecken 6,5 Millionen Euro kosten.

Ende 2016 fertig

Der Bauabschnitt an diesem selbst soll laut Diplom-Ingenieur Erich Hahn am 13. Oktober diesen Jahres beendet sein. In Betrieb genommen werden soll es dann gegen Ende 2016, wenn auch der zweite Bauabschnitt beendet ist. Dazu gehört die Bereitstellung eines Stauraumkanals entlang der Straße "Am Ängerlein" zum Zweck der Speicherung von Mischwasser.
Der Leiter der Stadtwerke Kulmbach, Stephan Pröschold, äußerte sich ebenfalls positiv über die Arbeiten: "Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern und dem Wasserwirtschaftsamt in Hof."
Auch die Stadtwerke bedanken sich in einer Pressemitteilung bei den Anwohnern, "die während der Baumaßnahmen wirklich in außerordentlichem Maße beeinträchtigt werden."
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren