Wonsees
Kommunalpolitik

Andreas Pöhner kandidiert als Bürgermeister in Wonsees

30 Jahre war Günther Pfändner (CSU) Bürgermeister beziehungsweise dessen Stellvertreter in Wonsees. Im kommenden Frühjahr wird er sein Amt niederlegen. Nun soll Andreas Pöhner das neue Gemeindeoberhaupt werden. Günther Pfändner hat seinen Wunschnachfolger im Amt am Mittwoch präsentiert.
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König und Kronprinz: Günther Pfändner hat seinen Wunschnachfolger als Bürgermeister von Wonsees präsentiert: Andreas Pöhner wird für die CSU in den Kommunalwahlkampf starten. Foto: Katharina Müller-Sanke
König und Kronprinz: Günther Pfändner hat seinen Wunschnachfolger als Bürgermeister von Wonsees präsentiert: Andreas Pöhner wird für die CSU in den Kommunalwahlkampf starten. Foto: Katharina Müller-Sanke
Andreas Pöhner wird im kommenden Frühjahr für die CSU in die Bürgermeisterwahl in Wonsees gehen. Neben Günther Pfändner hat die heimische CSU alles an Größen aufgeboten, was es in der Region aufzubieten gibt. Es ist eben Wahlkampf. Wobei - einen richtigen Kampf erwartet eigentlich keiner. Mehrfach wird Andreas Pöhner schon als Nachfolger von Bürgermeister Günther Pfändner bezeichnet. Dabei ist er doch eigentlich erst der Kandidat zur Bürgermeisterwahl, und die findet bekanntlich erst im März statt.

Auch "Andy" Pöhner hat immer wieder betont, dass natürlich noch die Wahl abgewartet werden muss. Aber er zeigt sich selbstbewusst. "Ich bin mehr als zuversichtlich", sicherte der 38-jährige Großenhüler im persönlichen Gespräch zu. "Ich weiß noch nicht, wer mein Gegenkandidat sein wird, aber ich rechne mir schon große Chancen aus."

Der CSU-Kandidat ist Mitglied in mehreren Vereinen, unter anderem auch in der Landjugend aktiv, selbst wenn er dafür eigentlich schon ein paar Jahre zu alt ist. "Ich bin immer noch gerne bei Aktionen dabei und pack gerne mit an", versichert er. Auch in der Feuerwehr und im Sportverein ist Andy Pöhner bekannt.
Das waren Gründe, warum Bürgermeister Günther Pfändner ihn als seinen Nachfolger ausgewählt hat. Und als er ihn dann gefragt hat, ob er sich die Kandidatur vorstellen kann, hat Günther Pfändner seine Reaktion genau beobachtet und war sich spätestens dann sicher: Er ist der Richtige! "Er hat gefasst reagiert, gelassen, fast nachdenklich. Er hat gesagt, er will es sich überlegen. Er will es mit seiner Frau und dem Arbeitgeber besprechen. Er war nicht gleich aus dem Häuschen und hat gejubelt, er hat abgewogen. Eine gute Eigenschaft für einen Bürgermeister", so Pfändner.

Andreas Pöhner arbeitet bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach als stellvertretender Abteilungsleiter und hat bereits mit seinem Arbeitgeber vereinbart, dass er im Falle des Wahlsieges seine Stunden zurückfahren kann. Die vergangenen drei Monate, seit Günther Pfändner ihm das Angebot unterbreitet hat, hat Andreas Pöhner schon dafür genutzt, sich auf sein mögliches Amt vorzubereiten. "Ich habe an Gemeinderatssitzungen teilgenommen, Vier-Augen-Gespräche mit Gemeinderäten geführt und mir über die Aufgaben des Bürgermeisters einen Einblick verschafft", so Pöhner.

Als Hauptthemen der nächsten Jahre sieht er den Verkauf des Schulgebäudes und die Versorgung der Gemeinde mit Breitband-Internet. Auch wenn im Mittelpunkt dieses Abends eigentlich Andreas Pöhner stehen sollte, nutzen die anderen Kandidaten die Plattform. Und so macht die Vorstellung des neuen Kandidaten am Ende nur einen kleinen Teil der Ansprachen aus. Die CSU demonstrierte: Wir sind eine Familie, wir gehören zusammen.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass CSU-Kreisvorsitzender Henry Schramm Andy Pöhner direkt einen guten Platz auf der CSU-Kreistagsliste zugesagt hat - für den Fall, dass dieser überhaupt kandidieren will.
Innerhalb der Gemeinde hofft Pöhner auf parteiübergreifende Arbeit. Der Großenhüler kann sich durchaus eine gemeinsame offene Liste mit Gleichgesinnten für die Kommunalwahl vorstellen.
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