Trebgast
Naturbühne

Alois Dechant glänzt in Doppelrolle

Der Unternehmer Alois Dechant gab sein Schauspiel-Debüt auf der Naturbühne Trebgast. In "Don Camillo und Peppone" gab er den Kommunisten Aldo und den Schiedsrichter.
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Alois Dechant als Schiedsrichter beim Basketballspiel zwischen Kommunistinnen und Nonnen.
Alois Dechant als Schiedsrichter beim Basketballspiel zwischen Kommunistinnen und Nonnen.
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Als Sponsor und Mäzen ist Alois Dechant auf der Naturbühne seit Jahren eine feste Bank. Aber das allein reichte dem bekannter Bau-Unternehmer offensichtlich nicht mehr. Nachdem er bereits in der letzten Saison bei einem kurzen Auftritt als Statist zu sehen war, gab er am Samstag vor ausverkauften Haus in einer Doppelrolle bei "Don Camillo und seine Herde" sein eigentliches Schauspiel-Debüt: Als roter Kommunist Aldo und als Schiedsrichter des Basketballspiels zwischen den Kommunistinnen des roten Bürgermeisters Peppone und den Nonnen von Priester Don Camillo.
Vor allem der zweite Part war dem passionierten Schiedsrichter quasi auf den Leib geschnitten. Das Publikum reagierte begeistert, als er in Sportkleidung und mit Pfeife das "Spielfeld" betrat und sich mit seiner energischen Pfeife sogleich Respekt auf demselben verschaffte.
Allzu verwunderlich ist das Ganze eigentlich nicht, wenn man das familiäre Umfeld von Alois Dechant ein wenig kennt: Tochter
Anja führt seit einigen Jahren auf der Naturbühne erfolgreich Regie, und Schwiegersohn Sigurd Sundby hat die Schauspielerei von der Pike auf gelernt. Noch Fragen? Freilich: Allzu ernst haben es beide Seiten nicht genommen. Es war eher ein Gag bei einer Vorstellung, zu der der Unternehmer in erster Linie Mitarbeiter, Freunde, Bekannte und Geschäftsfreunde eingeladen hatte.


Bekannt als "roter Schwarzer"

"Das Theaterspiel hat mir schon in der Schule Spaß gemacht. Jetzt hat sich halt eine Gelegenheit ergeben", sprudelt es aus Dechant heraus, als wir ihn danach fragen, wann die Idee gereift ist. Aber warum spielt er ausgerechnet einen Kommunisten? Wie geht das bei ihm zusammen? "Auch das ist nicht so ungewöhnlich: In Weismain bin ich ja hinlänglich als der ,rote Schwarze' bekannt."
Es war überhaupt eine außergewöhnliche Vorstellung. Naturbühnen-Gastronom Blerim Ljimoni hatte für die Zuschauer in der Pause vor dem Restaurant ein kulinarisches kaltes Buffet aufgebaut, das durch zwei große Töpfe, einmal mit "Borschtsch" für die Kommunisten, und mit "Linguine all'arrabbiata" für die Christen ergänzt wurde. Die Schauspieler mischten sich derweilen unter das Publikum, wobei "Don Camillo" (Werner Eberhardt) nicht müde wurde, an der Essensausgabe jeden daran zu erinnern, die Mahlzeit mit einem Gebet zu beginnen.
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