Kulmbach

Äskulapstab erinnert an Kulmbacher Hebamme

Das etwas unscheinbare Haus Waaggasse 1 hat eine ebenso abwechslungsreiche wie spannende Geschichte hinter sich.
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Die grüne Haustür verrät, wer in dem Anwesen Waaggasse 1 schon alles gewohnt hat. Foto: Erich Olbrich
Die grüne Haustür verrät, wer in dem Anwesen Waaggasse 1 schon alles gewohnt hat. Foto: Erich Olbrich
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In unserer Entdeckertour-Reihe betrachten wir heute ein etwas unscheinbares Haus in der Waaggasse. Könnte es uns aber von seiner abwechslungsreichen Geschichte erzählen, würden wir staunen, was es schon alles erlebt hat.

Bereits 1763 befand sich die Stadtwaage in dem Gebäude, die der Straße in der Kulmbacher Altstadt auch ihren heutigen Namen gegeben hat: Waaggasse.


Schreinermeister Seyferth griff zu


Weitere Bewohner dieses Hauses kann der Betrachter aber an der grünen Haustür erkennen.
Im oberen Teil sind die Buchstaben JPS schwach erkennbar. Unten etwas deutlicher ist ein Äskulapstab zu sehen.

Um diese Zeichen zu verstehen, müssen wir einen Blick ins Häuserbuch von Richard Lenker werfen. Dort wird über das Haus folgendes erwähnt: "1810 Johann Philipp Seyferth, Schreinermeister kauft die ehemalige 1. Hebammen-Wohnung Nr. 143 nebst Remise dahinter und den über das Waaggebäude laufenden Boden um 455 fl. und 5 fl. und 36 Kreuzer von der Stadt."


Anfangsbuchstaben im Fries


Die Anfangsbuchstaben seines Namens JPS hat Johann Philipp Seyferth im oberen Fries dieser Tür hinterlassen.

Als Erinnerung an die Hebamme blieb der Äskulapstab an der Haustür erhalten. In den Räumen der Hebamme befindet sich heute die Massagepraxis von Ingeborg Süsser.
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