Fölschnitz
Landwirtschaft

9000 Hennen zogen in Fölschnitz ein

Der Fölschnitzer Landwirt Michael Grampp hat sich mit einer Hühnerfarm und der Produktion von Bio- und Freilandeiern ein neues Standbein geschaffen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die neu erbaute Hühnerfarm, die seit vier Wochen mit 9000 Hühnern in die Eierproduktion gegangen ist.  Foto: Werner Reißaus
Die neu erbaute Hühnerfarm, die seit vier Wochen mit 9000 Hühnern in die Eierproduktion gegangen ist. Foto: Werner Reißaus
+5 Bilder
Es ist soweit! Vor vier Wochen sind in der neu erbauten Hühnerfarm an der Gemarkungsgrenze zu Neuenmarkt 9000 junge Hühner "eingezogen", die, wenn alles rund läuft, dann täglich etwa 8000 Eier legen sollen.
Der Landwirt Michael Grampp hat sich vor knapp einem Jahr für die Produktion von Bio- und Freilandeiern entschieden. Er hatte mitten im Ort einen Milchviehbetrieb und für ihn und seine Familie war es schwierig, dafür auch in der Zukunft eine Perspektive zu schaffen. Mit der Hühnerfarm wurde ein neues Standbein aufgebaut. Das Werk kann sich nach den Worten von Landrat Klaus Peter Söllner "sehen lassen".

Die 9000 Hühner und zwei Hähne wurden von Norddeutschland nach Fölschnitz gebracht. Michael Grampp: "Die wurden abends auf den Lkw geladen, damit sie die Nacht über schlafen konnten, und am nächsten Morgen war der Lkw früh um 5 Uhr da.
Mitarbeiter einer Einstallfirma holten die jungen Hühner aus ihren Transportboxen und setzte sie in den Stall. Es war auch gleich der Tierarzt mit anwesend und danach lief eine Eingewöhnungsphase auch mit der automatischen Fütterung. Die Tiere müssen erst einmal wissen, wo sie ihr Futter und ihr Wasser finden. Auch das Veterinäramt war da und es war alles in Ordnung."

Die Junghennen, die erst knapp 18 Wochen alt waren, hatten eine Eingewöhnungsphase zu überstehen, und so richtig ans Eierlegen geht es erst seit einer Woche. Michael Grampp: "Legebeginn ist bei so jungen Hühnern erst nach 21 Wochen, und so gesehen sind wir jetzt auch im Zeitplan, aber es sind auch noch Hühner dabei, die noch kein Ei legen." Derzeit legen die Hühner täglich 5500 Eier.

Auch Walter Stingl aus Wilhelmsthal, der mit seiner Poulano GmbH den Bau der Anlage begleitete, schaut sich fast täglich am "Fölschlicher Berg" um und stellt zufrieden fest: "Es läuft alles nach Plan und Michael hat die Begabung, die schon in der Bibel steht, entweder man hat es oder man hat es nicht. Die Hühner folgen ihm wie dem Rattenfänger von Hameln. Er ist mit viel Einfühlungsvermögen immer im Außenbereich rumgelaufen und hat die Hühner zu den Nestern und zur Tränke gebracht, so dass es wenig verlegte Eier gibt, nämlich unter zwei Prozent und das sind Spitzenbetriebe in Deutschland. Michael Grampp strahlt Ruhe aus und diese Ruhe überträgt sich auf die Tiere."

Landrat Klaus Peter Söllner (FW), der gemeinsam mit BBV-Kreisobmann Wilfried Löwinger vor wenigen Wochen einen Rundgang durch die Hühnerfarm machte, zeigte sich positiv überrascht: "Das ist aus meiner Sicht ein Vorzeigebetrieb, der hier entsteht und die Familie Grampp hat mit der Freilandhaltung einen Betrieb errichtet, den ich mir in der Dimension gar nicht vorstellen konnte. Der Betrieb wird auch allen Anforderungen des Tierschutzes in hohem Maße gerecht." Söllner würdigte auch die Unterstützung durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die die Familie Grampp durch die Mitarbeiter Klaus Schiffer-Weigand und Ernst Baierlein erfuhr.

"Wir freuen uns, dass die Hühner jetzt endlich da sind und dass die ersten Eier schon verkauft wurden. Derzeit warten rund 55 000 Eier auf die Abholung", sagt Landwirt Michael Grampp.

Die Hühnerfarm wurde bereits mit dem Naturlandsiegel des Erzeugerrings für naturgemäßen Landbau ausgezeichnet. Und zu den ersten Besuchern gehörten die Kinder des Kindergartens Fölschnitz zählte zu den ersten Besuchern der Hühnerfarm.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren